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Wirtschaft"Sparkasse bleiben" muss neu gedacht werden!

„Sparkasse bleiben“ muss neu gedacht werden!

Solingen/ Die Stadt-Sparkasse Solingen informierte am Dienstag im Rahmen ihrer Jahres-Pressekonferenz über die Weiterentwicklung ihrer 2016 begonnenen Zukunftsstrategie. „Die Neu-Eröffnung der Geschäftsstelle Ohligs und die Grundsteinlegung für unsere neue Hauptstelle waren wichtige Meilensteine“, so Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse mit Blick auf die strategische Ausrichtung.

Der Kunde ist im Omnikanal angekommen

Die bereits im Jahr 2016 beobachtete Veränderung im Kundenverhalten hat sich weiter fortgesetzt. Die Nutzung der digitalen Kanäle hat sich seit 2016 nochmals deutlich gesteigert. Während die Internetfiliale im Jahr 2021 mit rund 5,7 Mio. Besuchen 64 % stärker frequentiert wurde als 2016, hat sich die Zahl der regelmäßigen Nutzer der Sparkassen-App im gleichen Zeitraum sogar mehr als verdoppelt.

„Der Kunde ist im Omnikanal angekommen“, fasst Grunwald die Situation zusammen. Gemeint ist damit, dass die Kundinnen und Kunden die verschiedenen Zugangskanäle, wie Filialen, Online-Banking, App, Telefonie und SB-Services, situativ wählen und den zum Anliegen passenden Kanal nutzen. Während in der Filiale das persönliche Beratungsgespräch im Vordergrund steht, werden die anderen Kanäle primär für Serviceanliegen und kleinere Vertragsanpassungen genutzt.

Ausrichtung am Kundenbedarf steht im Vordergrund

Im Fokus der Zukunftsstrategie steht die Optimierung der bedarfsgerechten Angebote. Die Kundinnen und Kunden erwartet eine flächendeckende Versorgung mit Bargeld- und Serviceangeboten im Stadtgebiet. Darüber hinaus eine gute Erreichbarkeit und eine schnelle sowie qualitativ hochwertige Abwicklung von Serviceanliegen. Bei persönlichen Beratungsgesprächen wird ein „Beratungserlebnis“ erwartet – maßgeschneiderte Angebote und gut ausgebildete, qualifizierte Beraterinnen und Berater.

Es zeigt sich, dass Beratungstermine vornehmlich am späten Nachmittag gefragt sind. Aus diesem Grund werden die Öffnungszeiten der Filialen Höhscheid, Aufderhöhe und Central zum 1. Mai ausgeweitet, sodass künftig montags, dienstags, donnerstags und freitags bis 18:00 Uhr geöffnet ist.

Große und moderne Standorte in allen Stadtbezirken

Um den Kundenerwartungen darüber hinaus gerecht zu werden, investiert die Stadt-Sparkasse Solingen in ihr Filialnetz. Neben den großen Bauvorhaben in Ohligs und Mitte steht am 1. Mai ein Umzug der Geschäftsstelle Höhscheid bevor. Die an der Ecke Neuenhofer Straße und Platzhofstraße gelegene Filiale zieht in die gegenüberliegenden ehemaligen Räumlichkeiten von „Der Andere Laden“. Das im Sparkasseneigentum befindliche Ladenlokal wird dazu aktuell umfassend saniert.

„Wir sehen unsere neue Filiale am Ohligser Marktplatz als Blaupause für den Aufbau unserer Standorte“, berichtet Sebastian Greif, Vorstandsmitglied und zuständig für das Privatkundengeschäft, „dafür ist jedoch eine Mindestgröße je Standort erforderlich.“ Nur in großen Standorten ist es möglich, die gestiegenen Anforderungen optimal zu bedienen sowie die hohe Beratungsqualität aufrecht zu erhalten und weiter auszubauen, um so ein Beratungserlebnis für die Kunden zu schaffen. Aus diesem Grund hat die Sparkasse entschieden, die Filialen Gräfrath und Krahenhöhe zum 1. Mai in SB-Standorte umzuwandeln und damit die übrigen Standorte zu stärken. Betroffene Kundinnen und Kunden werden zeitnah über die anstehenden Schritte individuell informiert.

Für die Filiale in Solingen-Wald ist die Suche nach einem Alternativstandort bisher nicht erfolgreich verlaufen. Daher wird die sparkasseneigene Immobiliengesellschaft im Laufe des Jahres eine Bestandsaufnahme zur Revitalisierung des bisherigen Gebäudes vornehmen. Ziel ist es, bis 2025 ein vollständig modernisiertes Geschäftsstellennetz zu haben und in jedem Stadtbezirk mit mindestens einem großen und modernen Standort vertreten zu sein.

Bekenntnis zum Standort Burg

Das Gebäude an der Schloßbergstraße wurde durch das Hochwasser im Juli stark beschädigt, deshalb besteht in Solingen-Burg aktuell kein Angebot der Sparkasse. Ziel ist es hier schnellstmöglich wieder mit einem SB-Angebot für die Burgerinnen und Burger vor Ort zu sein. Wann eine Wiedereröffnung stattfinden kann, lässt sich wegen starker Tragwerksschäden derzeit nicht absehen.

Erweiterung der digitalen Beratungskanäle

Um den Zugang zu einer persönlichen Beratung weiter zu erleichtern, eröffnet die Stadt-Sparkasse im Laufe des Jahres zusätzlich ein digitales Beratungscenter. Neben dem bekannten Dienstleistungsangebot des Kundenservicecenters besteht hier mittels Screensharing, Co-Browsing und Video-Chat die Möglichkeit, die gewohnte Beratungsqualität der Filialen vom heimischen Sofa aus zu erleben.

Zukunftsstrategie wird fortgeschrieben

Parallel zu den laufenden Bauvorhaben geht die zukunftsfähige Ausrichtung der Sparkasse und insbesondere des Immobilienportfolios weiter. Die Nachnutzung der Hauptstelle nach Umzug in den Neubau und die Nachnutzung der dann ehemaligen Geschäftsstelle Höhscheid stehen hier aktuell im Vordergrund. Die Entwicklung im Stadtteil Ohligs zeigt, welchen positiven Einfluss die Sparkasse auf einen Standort nehmen kann: „Die Attraktivierung des Marktplatzes durch die umfassende Sanierung des Gebäudes und die Eröffnung der neuen Sparkassenfiliale zusammen mit REWE Rahmati bilden dabei nur einen Baustein“, betont Stefan Grunwald. Weitere wichtige Bausteine sind die Ansiedlung des Bürgerbüros in der ehemaligen Filiale auf der Grünstraße, die Vermietung von Büro- und Praxisflächen sowie der Verkauf und die Vermietung von Wohnungen im nahegelegenen O-Quartier.

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