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Sport & FreizeitHandball: BHC hat Kiel am Rande einer Niederlage

Handball: BHC hat Kiel am Rande einer Niederlage

Bergisches Land/ 16 Mal hatte der Bergische HC in der Handball-Bundesliga bereits gegen Kiel verloren. Und auch der 17. Anlauf, gegen den Favoriten zu gewinnen, scheiterte. Doch beim 24:26 (13:13) waren die Löwen extrem kurz davor, dem Deutschen Rekordmeister Zählbares zu entlocken. 2.561 Zuschauer im PSD BANK DOME Düsseldorf sahen eine mitunter dramatische Partie.

Die ersten Minuten gehörten ganz klar den Bergischen, die einen 5:0-Lauf zur 6:2-Führung hinlegten. Christopher Rudeck bewies in dieser Phase zum ersten Mal, dass mit ihm in der Partie zu rechnen war. Unter anderem gegen Patrick Wiencek hielt der Torhüter mehrere freie Bälle vom Kreis. Ganz so flüssig lief es aus Löwen-Sicht in der Folge aber vor allem offensiv nicht weiter. Die Mannschaft leistete sich ein paar Fehler und konnte auch nicht die hohe Angriffseffektivität der Anfangsphase aufrecht erhalten.

In Unterzahl verlor der BHC ein paar Mal den Ball, so dass die Kieler beim 10:10 wieder ausglichen. Drei Mal besorgten Tomas Babak, Alexander Weck beziehungsweise Linus Arnesson noch die Führung, drei Mal glichen die Gäste wieder aus, so dass es mit 13:13 in die Halbzeitpause ging. Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Kieler, die in dieser Phase jedoch auch nicht überzeugten. Der BHC aber leistete sich viele Fehler und unnötige Ballverluste, geriet daher mit 13:16 ins Hintertreffen.

Tom Kare Nikolaisen beendete die Torflaute und drehte in der Folge auf. Der norwegische Kreisläufer traf fortan souverän, während sich seine Mannschaft defensiv einen Vorteil gegen den THW erkämpfte. Mit freundlicher Unterstützung von Rudeck, der zum Schluss fünfzehn Paraden auf seinem Konto hatte, glichen die Löwen beim 18:18 wieder aus. Die Überraschung lag nun in der Luft. Doch erneut kosteten Nachlässigkeiten die Riesenchance. Einen Fehlwurf, zwei Ballverluste und einen knapp misslungenen Kempa-Trick von Simen Schönningsen inklusive hartem Kontakt mit Torhüter Niklas Landin nutzten die Gäste auf der anderen Seite, um sich wieder auf 22:18 abzusetzen.

BHC-Coach Sebastian Hinze hatte noch ein letztes Ass im Ärmel. Er stellte um auf den siebten Feldspieler und setzte defensiv auf eine 5:1-Variante. Dies zeigte Wirkung. Simen Schönningsen, Jeffrey Boomhouwer, Alexander Weck und Tom Kare Nikolaisen stellten auf 22:24. Drei Minuten vor Schluss hatte Weck dann sogar das 23:24 in der Hand. Ein klares Foul gegen ihn wurde allerdings nicht geahndet, und Domagoj Duvnjak durfte die Kugel ins leere Tor werfen. Das war ein Rückschlag zu viel, die Kieler hatten den BHC erneut geknackt.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel

Christian Sprenger: „Das war ein absoluter Kraftakt. Wir wussten, dass der BHC Gas geben würde, viel über den Kreisläufer gehen würde. In der ersten Halbzeit haben wir auch gute Lösungen gefunden, aber die Chancenverwertung war nicht gut. In der zweiten Halbzeit kam dann eine Phase, in der der BHC zwei, drei technische Fehler macht, und bei uns war dann Niklas Landin da. Das hat mich sehr gefreut.“

Sebastian Hinze: „Wir kommen sehr gut rein ins Spiel – auch gerade durch die tollen Paraden von Rudeck. Im Unterzahlspiel kommt Kiel dann aber wieder zurück. Ich finde, dass wir am Ende auch nach der zweiten Halbzeit stolz sein können. Die Einstellung hat gestimmt. Unter dem Strich waren es zwei, drei technische Fehler zu viel von uns. Das ist sehr schade, weil wir heute sehr viel von dem hatten, was man braucht, um den THW zu schlagen.“

Jörg Föste: „Kurz nach dem Spiel ist es sehr traurig. Vor allem für die Mannschaft, die unheimlich beherzt gekämpft hat, gerannt ist, vorne wie hinten, besonders in der Deckung eine hervorragende Leistung gezeigt und damit Kiel immer wieder vor Probleme gestellt hat. Deshalb sehe ich zunächst einmal – wie wir alle spätestens morgen – die herausragende Leistung des Bergischen HC am heutigen Tag. Ich denke, wir haben Kiel noch nie so nah an einer Niederlage gehabt wie am heutigen Tag.“

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