Solingen – Bei einem schweren Arbeitsunfall in einem metallverarbeitenden Betrieb im Solinger Gewerbegebiet „An den Eichen“ wurde am Montagmittag ein Mitarbeiter (59) schwer verletzt. Der Mann war mit der Hand in eine Walzmaschine geraten und musste von der Feuerwehr mit schwerem technischen Gerät aufwendig befreit werden.
Der Notruf erreichte die Feuerwehr Solingen um 12.35 Uhr. Als die Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen, hatte der Rettungsdienst bereits mit der medizinischen Erstversorgung begonnen. Der Patient wurde stabilisiert und unter Schmerzmitteleinfluss auf die bevorstehende technische Rettung vorbereitet.
Die betroffene Maschine, ein massives Gerät zum Walzen von Blechteilen, stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. In enger Absprache mit dem Betriebspersonal begannen Feuerwehrleute, erste Verkleidungsteile der Maschine zu demontieren. Der Elektromotor und das Getriebe konnten mit herkömmlichem Werkzeug entfernt werden. Doch die besonders massiven Walzenlager erforderten den Einsatz hydraulischer Spezialgeräte.
Der Rüstzug der Feuerwehr brachte drei Hochleistungsspreizer in Stellung, wie sie sonst nur bei schweren LKW-Unfällen verwendet werden. Diese Geräte verfügen über eine Spreizkraft von bis zu 4,5 Tonnen – deutlich mehr als die sonst bei Pkw-Unfällen eingesetzten Werkzeuge mit etwa 3 Tonnen Kraft. Erst mit vereinten Kräften gelang es den Einsatzkräften, die Hand des Mannes aus der Maschine zu befreien.
Nach der erfolgreichen technischen Rettung wurde der Verletzte umgehend in eine spezialisierte handchirurgische Klinik gebracht. Über seinen aktuellen Gesundheitszustand wurden keine weiteren Angaben gemacht.
Die Feuerwehr weist darauf hin, dass Einsätze dieser Art besondere technische und logistische Anforderungen stellen. Während bei Verkehrsunfällen oft Schere und Spreizer mit geringerer Kraft genügen, kommen bei komplexen Industrieunfällen häufig Geräte aus dem Schwerlastbereich zum Einsatz.











