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Solingen19-Jähriger aus Solingen stirbt nach Internet-Suizidpakt – Polizei warnt Eltern vor Online-Gefahren

19-Jähriger aus Solingen stirbt nach Internet-Suizidpakt – Polizei warnt Eltern vor Online-Gefahren

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Es ist ein Fall, der erschüttert und Fragen aufwirft: Ein 19-jähriger junger Mann aus Solingen ist gemeinsam mit einer ihm durch einen Online-Chat bekannten Jugendlichen aus dem Leben geschieden. Die Tragödie nimmt ihren Lauf im Verborgenen des Internets – und endet tödlich auf einem Firmendach im Krefelder Hafen.

Krefeld – Am Montag erreicht die Familie in Solingen die traurige Nachricht, vor der sich alle gefürchtet hatten: Sascha (Name zum Schutz der Hinterbliebenen geändert) ist tot. Gemeinsam mit einem Mädchen, das er offenbar über das Internet kennengelernt hatte, nahm er sich mit einem selbst hergestellten tödlichen Cocktail das Leben. Beide Leichen wurden auf dem Dach eines Industriegebäudes im Krefelder Hafen gefunden. Ein Höhenrettungsteam musste zur Bergung anrücken. Die Pressestelle der Polizei in Krefeld bestätigte den Einsatz.

Die Familie steht unter Schock. Doch inmitten des Schmerzes gibt es auch viel Anteilnahme. Ein emotionaler Whatsapp-Post mit dem Titel „Ein Kind darf nie vor den Eltern gehen“ macht die Runde und ruft zu Spenden für die Hinterbliebenen auf. Über die Plattform https://www.gofund.me soll die Familie zumindest finanziell entlastet werden.

Doch die Tragödie ruft auch eindringlich zur Wachsamkeit auf. Auch die Polizei Wuppertal appelliert: Eltern sollen wissen, in welchen digitalen Räumen sich ihre Kinder bewegen. Ob Suizidforen, Gewaltdarstellungen, Cybergrooming oder krankhafte Schönheitsideale – all das findet im Netz statt und kann Jugendliche in gefährliche Abgründe führen. Das Kommissariat Vorbeugung misst dem Schutz von Minderjährigen höchste Priorität bei.

Eltern sollten lernen, Warnzeichen zu erkennen, ihre Kinder stärken, eigene Grenzen zu setzen – und sich im Zweifel Hilfe holen. Die Polizei rät zu mehr Dialog, Sensibilität und Aufmerksamkeit im digitalen Alltag der Jugendlichen.

Hilfe und Unterstützung
Wenn Sie selbst oder jemand in Ihrem Umfeld unter Depressionen oder suizidalen Gedanken leidet, zögern Sie nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, eine psychiatrische Klinik oder rufen Sie die Notrufnummer 112 an. Die Telefonseelsorge ist ebenfalls rund um die Uhr und anonym erreichbar – kostenlos unter den Rufnummern 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222.

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