Solingen – Ob in der Cobra, im Monkeys, bei Spätveranstaltungen im Theater oder in der Gastronomie auf der Düsseldorfer Straße – Solingen lebt auch nach 22.00 Uhr. Doch oft fehlt es an Unterstützung, Freiräumen und einer echten Strategie für das Nachtleben. Deshalb planen die Solinger GRÜNEN die Einführung eines hauptamtlichen Nachtbürgermeisters für die gesamte Stadt. Dieser soll das Leben in der Nacht koordinieren, fördern und sicherer macht. Damit wollen wir die lokale Kultur- und Veranstaltungsszene stärken, Konflikte entschärfen und neue Impulse für ein vielfältiges,
sicheres und lebendiges Nachtleben setzen.
„Solingen hat tagsüber viel zu bieten – aber nach Sonnenuntergang schläft die Stadt zu früh ein. Wir wollen, dass Solingen auch nachts lebt. Eine Nachtbürgermeister kann als Vermittler zwischen Verwaltung, Kulturszene, Gastronomie und Anwohnenden wirken und kreative Räume für junge Menschen schaffen“, erklärt Maja Wehrmann, Spitzenkandidatin der Partei bei der Kommunalwahl.
Ein neues Amt für eine vielfältige Stadt
In Städten wie Amsterdam, Mannheim oder Heidelberg ist das Konzept der
Nachtbürgermeisterei bereits erfolgreich etabliert. Auch Solingen soll nun eine Anlaufstelle
bekommen, die sich um die Bedürfnisse und Potenziale des Nachtlebens kümmert – etwa
durch:
- die Unterstützung von Bars und Livemusik-Orten bei Genehmigungsprozessen,
- die Koordination von Sicherheitskonzepten für Veranstaltungen,
- die Förderung von Jugendschutz und Awareness-Initiativen wie „Luisa ist hier“,
- den Ausbau kultureller Nachtangebote auch außerhalb des Stadtzentrums,
- die Unterstützung der Solinger Gastronomie,
- die Etablierung eines neuen Clubs in der Stadt und
- die Unterstützung von so engagierten Projekten wie Urban Utopia.
„Eine lebendige Nachtkultur ist nicht nur Freizeit, sondern auch Standortfaktor, Wirtschaftsmotor und Ausdruck urbaner Vielfalt. Wenn wir junge Menschen in Solingen halten wollen, müssen wir ihnen Raum für ihre Lebensrealität geben – auch nach 22.00 Uhr“, betont Emily Staszel, Sprecherin der Solinger Grünen.
Sicherheit, Kultur & Beteiligung zusammendenken
Die GRÜNEN wollen das Amt der Nachtbürgermeisterei als Teil einer modernen, inklusiven Stadtpolitik verstanden wissen. Dabei geht es nicht nur um Clubs und Bars, sondern besonders auch um sichere Nachhausewege, jugendkulturelle Treffpunkte, queere Schutzräume, kreative Zwischennutzungen – und eine Verwaltung, die kulturelles Engagement positiv begleitet.
Forderung an die Stadt: Modellprojekt starten!
Die GRÜNEN fordern die Stadtverwaltung auf, nach der Wahl ein Konzept für eine zweijährige Modellphase zu entwickeln – in enger Zusammenarbeit mit der Solinger Kulturszene, Clubbetreibern, Jugendverbänden und Nachbarschaften. Die Finanzierung könnte zunächst aus Mitteln für Stadtmarketing, Prävention und Kulturförderung erfolgen. Nach der zweijährigen Modellphase soll das Projekt evaluiert werden und über die Fortsetzung entschieden werden.












