Solingen – Der Zöppkesmarkt 2025 steht vom 12. bis 14. September im Zeichen des Neubeginns: Nachdem das Fest im vergangenen Jahr infolge des Terroranschlags mit drei Todesopfern abgesagt wurde, wollen die Organisatoren nun mit neuem Partner, großem Zusammenhalt und einem klaren Bekenntnis zur Sicherheit wieder Lebensfreude und Gemeinschaft in die Innenstadt bringen. „Feiern, Spaß und glückliche Menschen gehören in unser Stadtbild!“, betonen die Organisatoren, die den Neustart bewusst wagen.
Hintergrund: Absage nach Terroranschlag
Im Jahr 2024 musste der Zöppkesmarkt nach dem schrecklichen Terroranschlag in Solingen mit drei Todesopfern abgesagt werden. Die Trauer und Betroffenheit in der Stadt waren groß – umso mehr sehen die Veranstalter den Markt 2025 nun auch als Zeichen des Zusammenhalts und der Rückkehr zur Normalität.
Ein neuer Partner für den „Zöppi“
Erstmals ist der Schaustellerverband Rhein-Ruhr-Wupper mit Sitz in Solingen an Bord. Gemeinsam mit den bisherigen Organisatoren stemmen sie den Markt, da eine direkte Übergabe vertraglich nicht möglich war. Auch die von der Stadt zugesagte Unterstützung von maximal 42.000 Euro für Sicherheitsmaßnahmen konnte nicht übertragen werden. „Daher packen wir das gemeinsam an“, heißt es von den Veranstaltern. Für 2026 wird der Markt neu ausgeschrieben. Der Verein selbst will sich dann nicht mehr bewerben, aber den Schaustellerverband weiterhin beratend begleiten.
Vielfalt auf den Straßen – aber ohne Neumarkt
Rund 120 Teilnehmer – von Trödlern über Imbiss- und Bierstände bis zu Schaustellern – sollen das Stadtbild prägen. Auch für Kinder wird mit dem „Kiddy Zöppi“ gesorgt, an dem etwa 150 Kinder teilnehmen werden. Auf der Unteren Hauptstraße soll der Verband frisches Leben einhauchen. Veränderungen gibt es aber ebenfalls: Die „Fleckenlecker“ verabschieden sich nach 24 Jahren, und auch die Familie Rompel zieht sich aus Altersgründen zurück. Der Otterverein sorgt am Stein mit einem Bierstand für Stimmung. Der Neumarkt hingegen bleibt aus Sicherheitsgründen unbespielt.
Sicherheit im Fokus
Die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen belaufen sich auf rund 60.000 Euro – eine Investition, die unabdingbar sei. „Sicherheit kostet Geld, ist aber wichtig. Ohne die großzügige Unterstützung der Stadt könnte der Markt nicht stattfinden“, heißt es von den Veranstaltern. Auch die Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden läuft gut, Vorbesprechungen sind bereits im Gange. Das Ziel ist klar: ein sicheres und fröhliches Fest für alle.
Persönliches Statement von Falk Dornseifer
Falk Dornseifer, seit vielen Jahren eng mit dem Zöppkesmarkt verbunden, macht deutlich, warum er trotz Rückzugsplänen weiter mit anpackt: „Seit zwei Jahren sage ich, ich höre auf – aber das ist einfacher gesagt als getan. Für mich ist der Zöppkesmarkt ein Stück Heimat, das in unsere Innenstadt gehört. Ohne ihn würde etwas fehlen.“ Dornseifer hebt die Rolle der Stadt und des Schaustellerverbands hervor: „Ohne diese Unterstützung wäre das Fest nicht stemmbar.“
Aus seiner langjährigen Erfahrung – auch durch 14 Jahre Tätigkeit beim DRK Solingen – weiß er, wie wichtig Sicherheit ist: „Das Thema bleibt eine Herausforderung, die ich annehme. Ideen wie die Weiterentwicklung der Sandbehälter zum Terrorschutz sind Beispiele, wie wir Veranstaltungen zukunftssicher machen können.“
Ausblick
Mit rund 120 Ständen, neuen Partnern und einer klaren Sicherheitsstrategie will der Zöppkesmarkt 2025 ein starkes Zeichen setzen: für Lebensfreude, für Gemeinschaft – und für ein Stück Solinger Identität, das nach den schweren Zeiten wieder in die Innenstadt zurückkehrt.












