Schäden an zwei Solinger Schulen festgestellt – Stadt muss nachbessern
Solingen – Eigentlich nutzt die Stadt die Sommerferien regelmäßig, um ihre Schulen gründlich zu inspizieren und kleinere Reparaturen zu erledigen. Dieses Mal brachte die routinemäßige Kontrolle allerdings größere Probleme ans Licht – und die lassen sich nicht allein in den Ferien beheben. Sowohl an der Erika-Rothstein-Schule als auch am Humboldtgymnasium laufen nun längerfristige Sanierungsarbeiten.
Risse im Altbau der Erika-Rothstein-Schule
Besonders betroffen ist der Altbau der Erika-Rothstein-Schule an der Deller Straße. Dort wurden in einigen Räumen Mängel an den Decken festgestellt. Die Bauweise aus den 1960er Jahren ist seit Längerem als potenziell anfällig bekannt, nun zeigten sich bei der Kontrolle erstmals Verformungen. „Um jedes Risiko auszuschließen, haben wir sofort gehandelt“, heißt es aus dem Rathaus.
Zwei Klassenräume und das Lehrerzimmer sind vorerst gesperrt. Bis zu den Herbstferien sollen die Decken Schritt für Schritt ertüchtigt werden. Für den Unterricht gibt es Übergangslösungen – allerdings muss der Werk- und Hauswirtschaftsunterricht vorerst pausieren.
Feuchtigkeit im Humboldtgymnasium
Auch im Humboldtgymnasium gab es eine böse Überraschung. In Gebäude 4 trat Feuchtigkeit im Bereich der Bodenplatte auf. Wochenlang wurde nach der Ursache gesucht: Leitungen wurden geprüft, Netze abgetrennt, das Dach kontrolliert. Schließlich entdeckten Fachleute einen Riss in der Heizungsanlage – inzwischen ist er abgedichtet.
Die Folgen sind jedoch deutlich sichtbar: Im Untergeschoss mussten Trockenbauwände entfernt werden, nun stehen Pumpen und Trocknungsgeräte bereit. Erst wenn die Räume komplett durchgetrocknet sind, kann die eigentliche Sanierung beginnen. Bis Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Am stärksten betroffen ist der sechste Jahrgang, für den Ausweichmöglichkeiten organisiert wurden.
Stadt und Schulen ziehen an einem Strang
Die Stadt stimmt die Maßnahmen eng mit den Schulleitungen und der Bezirksregierung ab. Ziel sei es, die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten und gleichzeitig Unterrichtsausfälle so gering wie möglich zu halten.
„Natürlich sind die Einschränkungen ärgerlich“, so ein Sprecher der Stadt. „Aber die Sicherheit geht vor – und die können wir nur mit diesen Maßnahmen garantieren.“











