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Dies & Dasver.di NRW fordert: Landeswohnungsbaugesellschaft für mehr bezahlbaren Wohnraum

ver.di NRW fordert: Landeswohnungsbaugesellschaft für mehr bezahlbaren Wohnraum

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Düsseldorf – Der öffentliche Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen braucht nach Ansicht der Gewerkschaft ver.di NRW eine dauerhaft starke Förderung und eine klare politische Struktur. Mit Blick auf die aktuellen „WohneNRW-Tage“ begrüßt die Gewerkschaft zwar die Initiative der Landesregierung, betont aber, dass dies nur ein Anfang sein könne.

„Die WohneNRW-Tage zeigen, was möglich ist, wenn der politische Wille da ist. Jetzt braucht es den nächsten Schritt: Eine Landeswohnungsbaugesellschaft, die dauerhaft sozialen Wohnraum schafft – für Azubis, Familien, ältere Menschen und alle, die bezahlbare Mieten brauchen. Wohnen ist Daseinsvorsorge und keine Ware,“ sagte Gabriele Schmidt, Landesleiterin von ver.di NRW.

Steigender Bedarf, zu geringe Neubauzahlen

Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum steigt seit Jahren kontinuierlich. Derzeit sind nach offiziellen Zahlen 122.170 Menschen in NRW wohnungslos. Eine im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbunds NRW erstellte Studie von Dr. Juliane Bielinski, Dr. Arno Brandt und Torsten Windels kommt zu dem Schluss, dass jährlich rund 25.000 neue Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau benötigt werden. Allein hierfür veranschlagen die Autoren einen Finanzierungsbedarf von 35 Milliarden Euro.

Die Realität liegt weit darunter: Im Jahr 2024 wurden lediglich 3.208 mietpreisgebundene Wohnungen neu geschaffen. Für 2025 hat die Landesregierung 2,3 Milliarden Euro an Fördermitteln bereitgestellt – ein Schritt, den ver.di NRW als wichtig, aber unzureichend bewertet.

Forderung nach öffentlicher Verantwortung

Um den Bedarf langfristig zu decken, fordert ver.di NRW neben einer Verstetigung der Förderprogramme auch die Gründung einer Landeswohnungsbaugesellschaft. Diese solle dauerhaft sozialen Wohnraum schaffen und sichern, damit Wohnungen nicht wieder dem freien Markt überlassen werden. „Es braucht verlässliche Strukturen, öffentliche Verantwortung und eine klare Ausrichtung am Gemeinwohl, damit gutes Wohnen in NRW für alle möglich ist,“ so Schmidt.

Teil des Bündnisses „NRW muss investieren“

ver.di NRW ist Teil des Bündnisses „NRW muss investieren“, das Investitionen in Höhe von 156 Milliarden Euro für das Land fordert. Damit sollen Kommunen entlastet, soziale Einrichtungen zukunftsfest gemacht und der Investitionsstau in zentralen Bereichen wie Wohnen, Bildung und Infrastruktur abgebaut werden.

Weitere Informationen stellt das Bündnis unter www.nrwmussinvestieren.de bereit.

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