Burg a.d.W. – Wer in diesen Tagen den Weg nach Burg findet, spürt es sofort: Hier beginnt ein neues Kapitel. Wo noch vor Monaten Bauzäune den Blick verstellten, öffnet sich nun die imposante Silhouette von Schloss Burg – frisch saniert, heller, zugänglicher und bereit für Gäste aus nah und fern.
Ein symbolträchtiger Auftakt
Am Samstag, 6. September, starten die Eigentümerstädte Solingen, Remscheid und Wuppertal gemeinsam mit dem Schlossbauverein die Feierlichkeiten. Zunächst mit einem Festakt für geladene Gäste – doch der wahre Höhepunkt folgt am Sonntag: Der Entdeckertag. Dann haben rund 3.400 Besucher die seltene Gelegenheit, als Erste durch die frisch restaurierten Mauern zu gehen.
„Wir wollen, dass die Menschen ihr Schloss neu entdecken können“, heißt es aus den Reihen der Organisatoren. Genau deshalb wurden seit Juli kostenfreie Tickets vergeben – und ebenso schnell vergriffen. Die Einlasskarten garantieren, dass es in den Gemäuern nie zu eng wird.
Anreise mit Shuttle und Seilbahn zum Entdeckertag am Sonntag, 7. September
Wer dabei sein will, muss sich organisieren: Parkplätze sind knapp, die Anreise mit Bus und Bahn ist ausdrücklich empfohlen. Ein Shuttlebus pendelt im 20-Minuten-Takt vom Bahnhof Solingen-Mitte über Unter- und Oberburg bis nach Wermelskirchen. Und spätestens ab Unterburg lockt die wohl schönste Art der Ankunft: ein schwebender Blick aus der Seilbahn auf die Burg hoch über der Wupper.
Ein Rundgang mit Geschichte
Drinnen wird es dann spannend: Maximal 90 Minuten dauert der Rundgang, der pro Zeitslot 150 Besucher durch Tore, Säle und enge Wehrgänge führt. Ein neuer Aufzug erleichtert den Zugang zu Palas und Kapelle – doch der steinerne Bergfried und der Wehrgang bleibt den Trittsicheren vorbehalten. Begleitet werden die Gäste von „echten Rittern“ der Georgsritter und der Wahren Bergischen Ritterschaft, die den Weg durch die Geschichte weisen.
Wer die Burg betritt, spürt die Balance zwischen Tradition und Moderne: dicke Mauern, die Geschichten von Jahrhunderten bergen – und zugleich die Handschrift einer Sanierung, die größtenteils auf Barrierefreiheit und neue Nutzung setzt.
Ein Fest für alle
Auch wer kein Ticket ergattern konnte, kommt nicht zu kurz. Vor den Toren auf dem Schlossplatz herrscht am Sonntag lebendiges Treiben. Dort zieht Clown und Varietékünstler Peter Shub mit seinen preisgekrönten, hinreißend albernen Auftritten Groß und Klein in den Bann. „Kasper, der Gaukler“ bringt umringt von Kindern seine Kunststücke dar. Dazu gibt es regionale Spezialitäten an Verpflegungsständen – und offene Türen in den Gaststätten der Ober- und Unterburg.
Der Stadtteil feiert mit
In Unterburg lädt das Stadtteilmanagement am Sonntag, 7. September, zwischen 12.30 Uhr und 15.00 Uhr an der Wupperinsel ein: Mit einer Fotobox für Erinnerungsbilder und Informationen über die Veränderungen der letzten Jahre. Ein kleines Detail, das zeigt, dass hier nicht nur ein Schloss, sondern ein ganzer Stadtteil den Neustart feiert.
Blick nach vorn
Noch ist nicht alles fertig – die neue Ausstellung wird erst im November eröffnen. Doch das Eröffnungswochenende markiert den Neubeginn: Schloss Burg ist zurück. Und es ist mehr als nur eine Burg – es ist ein Symbol für das Bergische Land, für Geschichte, Kultur und Gemeinschaft.
Hinweis: Die Eintrittskarten für den „Entdeckertag“ am Sonntag, 7. September, sind bereits restlos vergriffen. Personen ohne Eintrittskarte können das Schloss an diesem Tag nicht besuchen! Die Tageskassen sind geschlossen!












