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PolitikOGS-Plätze fehlen: Flemm (CDU) fordert flexible Lösungen für Solinger Familien

OGS-Plätze fehlen: Flemm (CDU) fordert flexible Lösungen für Solinger Familien

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CDU Solingen diskutiert mit Experten über die Zukunft von Kinderbetreuung und Schule

Solingen – Der Rechtsanspruch kommt, aber die OGS-Plätze in Solingen fehlen: Das war ein zentrales Thema bei der CDU-Podiumsdiskussion „So geht Solingen: Kinderbetreuung und Schule“. Die drei geladenen Expertinnen und Experten – Ulrike Kilp, Geschäftsführerin der Diakonie Solingen, Claudia Hagemann, Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft Pinocchio, sowie Torsten Küster, Berufsschullehrer und schulpolitischer Sprecher der CDU – diskutierten mit OB-Kandidat Daniel Flemm vor rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauern am Dienstagabend im Walder Stadtsaal. Moderiert wurde die Veranstaltung von Charlotte Breidohr.

Der Rechtsanspruch ab 2026

Ab dem 1. August 2026 haben Eltern in ganz Deutschland einen Anspruch auf einen Ganztagsplatz für ihre Grundschulkinder. Grundlage ist das bundesweite Ganztagsförderungsgesetz. In NRW wurde zwar ein ministerieller Erlass erlassen, doch ausreichende Finanzmittel von Land und Bund fehlen bislang.

„Das bedeutet für Kommunen wie Solingen: Wir müssen den Rechtsanspruch erfüllen, ohne dass ausreichend Mittel bereitstehen. Das wird viele Familien hart tre`en“, sagte Ulrike Kilp. Sie spricht von einer „katastrophalen Lage“ – auch weil zusätzliche Gelder für die Stadt viel zu spät kämen. Ihr Fazit: Erstklässler werden wohl einen Platz bekommen, viele Kinder im zweiten oder dritten Schuljahr aber leer ausgehen. „Das ist vielen Eltern noch gar nicht klar – und das muss dringend kommuniziert werden.“

Zwar sei geplant, dass das Land in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro für den OGS-Ausbau zur Verfügung stellt – ein klares Konzept für die Verwendung habe die Stadt Solingen allerdings noch nicht. Die Zeit drängt: Schon heute fehlen in Solingen schätzungsweise mindestens 176 OGS-Plätze – und die Lücke wird mit dem Rechtsanspruch noch größer.

CDU-Vorschlag: Flexiblere Betreuung statt starre Modelle

„Wir handeln, bevor es zu spät ist“, betonte Daniel Flemm. „Flexible Betreuung ist der Schlüssel, damit Familien entlastet werden. Viele Eltern brauchen keine starre Fünf-Tage-Betreuung bis 16.00 Uhr, sondern Angebote, die sich an ihrem Alltag orientieren. Mit einer gestärkten Übermittagsbetreuung können wir Lücken schließen und echte Wahlmöglichkeiten schaffen.“ Auch Torsten Küster unterstrich die Forderung: „Wir müssen kreativer werden. Oft reichen zwei oder drei Betreuungstage pro Woche. Mit flexiblen Modellen können wir schneller Kapazitäten schaen.“

Kita-Träger fordern klare Unterstützung

Neben der OGS-Debatte wurde auch die angespannte Lage der Kitas thematisiert. „Wir können nicht länger sagen: Es fehlt Zeit und Geld. Wir müssen gemeinsam priorisieren, was Kinder wirklich brauchen – und dafür Verantwortung übernehmen“, sagte Claudia Hagemann. Sie hob die Bedeutung von Kinderschutz, der Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule sowie einer verlässlichen Partnerschaft mit der Stadt hervor.

Ulrike Kilp ergänzte: „Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Politik, Verwaltung, Träger und Eltern müssen im Dialog bleiben, um tragfähige Lösungen zu entwickeln.“

Schulen brauchen Sanierung und klare Strategie

Neben Kitas und OGS sprach Daniel Flemm auch die Situation der Solinger Schulen an: „Wir brauchen eine konsequente Strategie beim Schulbau und bei der Sanierung – mit klaren Kostenstellen, einer eigenen Einheit für Schulbau und mehr Modulbauten. Nur so können wir mit gesellschaftlichen Veränderungen Schritt halten.“

Er machte deutlich, dass die Verantwortung in Solingen liege: „Die Zeit für Veränderung ist jetzt. Wir dürfen uns nicht länger im Streit zwischen Land und Kommune verlieren. Unsere Kinder brauchen die bestmögliche Versorgung – und die müssen wir hier vor Ort sicherstellen.“

Gemeinsam Solingen gestalten

Am Ende der Diskussion wurde klar: Der Handlungsdruck bei Kita und Schule ist enorm, die Erwartungen an Politik und Verwaltung sind hoch. Daniel Flemm fasste zusammen: „Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Lösungen. Wenn wir in Solingen Chancengleichheit sichern und Familien entlasten wollen, brauchen wir flexible OGS-Modelle, verlässliche Kitas und moderne Schulen. Gemeinsam Solingen gestalten – das ist mein Ziel.“

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