Solingen – Normalerweise gleitet sie gemächlich über die Wupper, angetrieben von kräftigen Händen und begleitet vom Staunen der Ausflügler: die Schwebefähre im Müngstener Brückenpark. Doch derzeit herrscht Stillstand. Ein technischer Defekt und fehlendes Personal zwingen die Betreiber, die Lebenshilfe Solingen, zu einer Pause.
Für Besucher bedeutet das: Umwege. Wer den Fluss überqueren möchte, kann den Weg über Wiesenkotten nehmen und dort die Brücke nutzen, um weiter Richtung Unterburg zu gelangen.
„Wir hatten uns so auf die Fahrt gefreut – es ist immer ein kleines Abenteuer, mit der Fähre überzusetzen“, erzählt Spaziergängerin Sabine Klein aus Remscheid, die mit ihrer Familie am Wochenende im Brückenpark unterwegs war. „Aber dann laufen wir eben den Umweg. Hauptsache, wir kommen zur anderen Seite.“
Lange soll die Flaute aber nicht dauern. Schon für Dienstag, 23. September, kündigt die Lebenshilfe die Wiederinbetriebnahme an. Dann soll die ungewöhnliche Fähre wieder ihren Dienst aufnehmen – und den Ausflüglern das besondere Erlebnis bieten, die Wupper unterhalb der Müngstener Brücke auf diese fast nostalgische Art zu überqueren.
Bis dahin bleibt der Blick auf die hölzerne Plattform, die sonst langsam von Ufer zu Ufer zieht, ungewohnt still.











