Maurice Vaupel: Ein junger Solinger mit Busfahrer-Gen
Solingen – Maurice Vaupel ist seit dem 1. August 2025 neuer Auszubildender zur Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF) beim Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Solingen. Mit seinen 21 Jahren bringt er nicht nur frischen Wind, sondern auch bemerkenswerte Begeisterung für den öffentlichen Personennahverkehr mit – eine Leidenschaft, die ihn schon seit Kindertagen begleitet.
Geboren und aufgewachsen in Solingen, war Maurice schon früh fasziniert von Bussen, Fahrplänen und allem, was sich um Mobilität dreht. Seine familiären Wurzeln reichen dabei bis ins benachbarte Wuppertal: Sein Großvater war dort Busfahrer und hat ihm die Faszination für das große Fahrzeug, die Verantwortung und den Alltag auf der Straße mitgegeben. Für Maurice stand spätestens seit seiner Grundschulzeit fest: Busfahren ist nicht nur ein Beruf, sondern Berufung.
Von der Ausbildung zum Lokführer zur FiF bei Stadtwerke Solingen
Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Lokführer bei DB Fernverkehr entschied sich Maurice bewusst für den Wechsel zum Bus – und damit für die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb. „Busse sind einfach meine Welt“, sagt Maurice.
Busfahren ist für Maurice weit mehr als das Steuern eines großen Dienstwagens. Hinter dem Lenkrad steckt für ihn eine komplexe Aufgabe, die die Verantwortung für Fahrgäste und Passanten mit sich bringt, eine Aufgabe, die Aufmerksamkeit, Empathie und Präzision verlangt. Dass Solingen als eine der wenigen Städte auf O-Busse setzt, macht die Ausbildung für ihn besonders reizvoll. Die Verbindung aus moderner Technik, Tradition und innovativer Mobilität motiviert ihn jeden Tag aufs Neue.
Die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF) – Vielfalt und Verantwortung
Die Stadtwerke Solingen bilden seit 2008 Fachkräfte im Fahrbetrieb aus und haben seither ein anspruchsvolles Ausbildungsprogramm etabliert. Aktuell sind 23 ausgebildete FiF aktiv im Fahrdienst tätig, einige sind in der Verwaltung eingesetzt, und 11 Azubis durchlaufen derzeit die Ausbildung. Mit insgesamt 178 Fahrdienstmitarbeitenden und einem Fremdunternehmeranteil von rund 86 Personen (u.a. Fa. OKUNA, Fa. ELBA) ist das Unternehmen ein bedeutender Arbeitgeber im Bereich Mobilität in der Region.
Maurice startet seine Ausbildung im Service-Center – für viele überraschend, denn Busfahrer müssen heute weit mehr können als nur ein Fahrzeug lenken. Im ersten Lehrjahr stehen Verwaltung, Verkehrsaufsicht, Disposition, Vertrieb und eben das Service-Center auf dem Plan: Hier lernt Maurice nicht nur die Abläufe hinter den Kulissen kennen, sondern entwickelt ein Gefühl für Kundenbedürfnisse und Servicequalität.
Im zweiten Jahr geht es in die Werkstatt, wo Fahrzeugtechnik und Oberleitungstechnik vermittelt werden. Maurice vertieft sein Wissen über die technischen Besonderheiten von Bussen und O-Bussen, lernt Wartung und Reparatur und erhält Einblicke in das Controlling, das für die Planung und Steuerung des Verkehrs unerlässlich ist.
Erst danach folgt die Fahrschule – ein Highlight für Maurice: Theorie und Praxis stehen gleichermaßen im Mittelpunkt. Im dritten Jahr beginnt dann auch der Einsatz im Fahrbetrieb. Maurice wird hier zunächst intern weiter ausgebildet – u.a. Liniennetz- und Tarifkunde oder auch Fahrzeugtechnik. Im Anschluss wird er dann von erfahrenen Lehrfahrern ca. 3- 4 Wochen im Fahrdienst begleitet, bevor er alleine das Steuer von Solingens größten Dienstwagen, den O-Bussen und Autobussen, und damit die Verantwortung für Menschen und Technik übernimmt. Privat fährt er bislang einen Kleinwagen – und freut sich auf den Wechsel zum „Schwergewicht“ auf den Straßen Solingens.
Herzblut und Know-how: Was Maurice besonders macht
Maurice lebt seine Leidenschaft für Busse auch außerhalb der Arbeit. Er schreibt in seiner Freizeit Fahrpläne, tüftelt an Lösungen für Liniennetze, beschäftigt sich mit Fahrzeugmodellen und diskutiert technische Innovationen. Er fährt mit Begeisterung Bus, beobachtet Abläufe, kennt Details zu Modellen und weiß, wie sich die Fahrzeuge im Straßenbild verhalten. Das Know-how aus seiner Lokführerausbildung bringt er in die neue Aufgabe ein und bereichert damit den Alltag im Betrieb.
Sein Ausbilder, Tümay Demirel, ist begeistert: „So viel Leidenschaft habe ich selten erlebt. Maurice bringt nicht nur Wissen mit, sondern auch echtes Herzblut. Im Vorstellungsgespräch haben wir sofort gemerkt: Die Chemie stimmt.“ Demirel selbst ist seit 33 Jahren bei den Stadtwerken, war selbst Busfahrer, hat viele Stationen durchlaufen und gibt nun sein Wissen und seine Erfahrung an die nächste Generation weiter. „Jemanden wie Maurice ausbilden zu dürfen, macht Freude. So viel Engagement ist etwas Besonderes.“
Busfahrer: Mehr als ein Beruf – eine Berufung mit Verantwortung
Maurice ist sich der Verantwortung bewusst, die mit dem Beruf des Busfahrers einhergeht. Es geht um weit mehr als das sichere Fahren eines großen Fahrzeugs: Die Sicherheit und Zufriedenheit der Fahrgäste, der reibungslose Ablauf im Straßenverkehr, die Zusammenarbeit mit seinen Kolleginnen und Kollegen und das Verständnis für technische Abläufe prägen den Alltag. Gerade in Solingen, mit Baustellen, Staus und den besonderen Anforderungen des O-Bus-Systems, ist Flexibilität gefragt. Schichtdienst ist für Maurice kein Problem – die Abwechslung und die Möglichkeit, unterschiedliche Abteilungen kennenzulernen, motivieren ihn.
Er weiß, dass Busfahrer oft unter besonderem Stress stehen und findet, dass Einzelfälle, in denen das Serviceverhalten nicht ideal ist, zu oft verallgemeinert werden. „Busfahrer leisten täglich einen schwierigen Job unter herausfordernden Bedingungen“, sagt Maurice. „Es ist wichtig, die Menschen hinter dem Lenkrad zu sehen und zu respektieren.“
Die Zukunft der Mobilität – Maurice als Teil eines engagierten Teams
Die Stadtwerke Solingen investieren seit Jahren in die Ausbildung und Förderung von Nachwuchs. Mit Azubis wie Maurice Vaupel, die mit Begeisterung und Fachkenntnis an ihre Aufgabe gehen, wird Mobilität in Solingen nicht nur sicherer, sondern auch persönlicher und innovativer. Busfahrer sind immer dringend gesucht – wenn dann noch so viel Herzblut im Spiel ist, entsteht eine ganz besondere Geschichte.
Maurice steht am Anfang eines spannenden Berufswegs. Mit seinem Wissen, seiner Leidenschaft und seinem Engagement wird er nicht nur das Team der Stadtwerke bereichern, sondern auch die Busfahrer-Tradition seiner Familie fortsetzen. Die Verantwortung für Fahrgäste, Technik und das öffentliche Bild des Verkehrsunternehmens nimmt er ernst – und freut sich darauf, Solingens größte Dienstwagen bald selbst zu steuern.
Willkommen im Team, Maurice Vaupel!











