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PolitikGrüne lehnen FDP-Forderung nach Autobahnanschluss in der Ohligser Heide ab

Grüne lehnen FDP-Forderung nach Autobahnanschluss in der Ohligser Heide ab

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Solingen/Hilden – Die Pläne der FDP in Solingen und Hilden für einen neuen Autobahnanschluss in der Ohligser Heide stoßen bei den Grünen beider Städte auf deutliche Kritik. Die Liberalen hatten vorgeschlagen, an der Raststätte in der Ohligser Heide eine Anbindung an die A3 zu schaffen – verbunden mit dem Ausbau von Kreisverkehren, neuen Straßenverbindungen und Brückenbauten.

Kritik an Eingriffen in Naturschutzgebiete

Thilo Schnor, Spitzenkandidat der Solinger Grünen, zeigt sich empört: „Mitten durch ein Naturschutzgebiet, vorbei an einem beliebten Spielplatz und mitten in einem wichtigen Naherholungsgebiet einen Autobahnanschluss legen zu wollen, macht sprachlos. Geht es nach der FDP, rollen künftig Schwertransporte direkt am Engelsberger Hof vorbei.“

Schnor warnt, die vermeintliche Entlastung für Aufderhöhe und Landwehr werde teuer erkauft: durch Verlärmung, Flächenversiegelung und den Verlust ökologisch wertvoller Bereiche. „Eine Verkehrspolitik allein durch die Windschutzscheibe führt sichtbar in eine Sackgasse und ist zum Scheitern verurteilt“, so Schnor.

Verweis auf Klimaziele und Gerichtsurteil

Auch Maja Wehrmann, ebenfalls Spitzenkandidatin der Grünen in Solingen, verweist auf die ökologischen und rechtlichen Aspekte. Der von der FDP gewünschte Anschluss solle am besten parallel zum geplanten achtspurigen Ausbau der A3 entstehen – ein Vorhaben, das der Solinger Stadtrat bereits 2022 abgelehnt habe. Stattdessen spreche man sich für eine Seitenstreifenfreigabe in Kombination mit Geschwindigkeitsbegrenzungen aus.

Wehrmann betont die Verpflichtung zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens: „Wir müssen die CO₂-Belastungen minimieren. Der FDP-Vorschlag bedeutet jedoch eine Mehrbelastung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Eine solche Politik führt nicht in eine lebenswerte oder gar klimaneutrale Zukunft.“

Hilden verweist auf frühere Beschlüsse

Unterstützung kommt auch von den Grünen in Hilden. Fraktionsvorsitzender Hartmut Toska erinnert daran, dass sowohl Solingen als auch Hilden bereits den Bau einer Ortsumgehung über die L403n abgelehnt hätten. Zudem sei gerichtlich festgelegt, dass es keinen Durchgangsverkehr über die Langhansstraße nach Hilden geben dürfe.

„Dem Autoverkehr immer neue Straßen hinterherzubauen, hat noch nie funktioniert. Im Gegenteil, wir holen uns mehr gesundheitsschädlichen Verkehr in die Städte“, warnt Toska. Bereits vor rund 20 Jahren seien ähnliche Pläne, bis hin zur Untertunnelung der Ohligser Heide, gescheitert.

Alternative: ÖPNV und Radverkehr

Statt neuer Straßen setzen die Grünen auf den Ausbau nachhaltiger Mobilität. Als Alternative schlagen sie die Einrichtung einer neuen Buslinie sowie Verbesserungen im Radverkehr vor. Dies solle eine wirkliche Entlastung für die Menschen in Solingen und Hilden bringen – ohne Naturzerstörung und zusätzlichen Verkehrslärm.

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