Solingen – Es war eine Nacht, die viele Menschen in Merscheid nicht vergessen werden: Am 11. Juni loderten Flammen aus einem Mehrfamilienhaus an der Merscheider Straße – ein 53-jähriger Bewohner der Dachgeschosswohnung verlor dabei sein Leben. Nun gehen die Ermittler davon aus, dass eine brennende Zigarette das Feuer entfacht hat.
Für die Nachbarn war es ein Schock, als sie in jener Nacht von der Feuerwehr geweckt und ins Freie gebracht wurden. Manche von ihnen saßen am Morgen, noch immer unter dem Eindruck der Ereignisse, in einer nahegelegenen Bäckerei zusammen – dankbar, dem Inferno entkommen zu sein, aber tief erschüttert über den Tod ihres Mitbewohners.
Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat inzwischen die Ursache genauer eingegrenzt. Oberstaatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt spricht von einem „tragischen Unglücksfall“. Fremdeinwirkung sei ausgeschlossen, so das Ergebnis der Untersuchungen. Experten stellten fest, dass das Feuer im Wohnzimmer des Verstorbenen, nahe einer Couch, seinen Ausgang nahm. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Mann mit einer Zigarette eingeschlafen ist“, erklärte Kaune-Gebhardt. Am Brandort fanden sich zahlreiche Stummel – ein trauriges Indiz für diese Vermutung.
Der Leichnam des Mannes war stark verbrannt – ein Hinweis darauf, dass ihm keinerlei Fluchtchance blieb. Für die Einsatzkräfte war schnell klar, dass jede Hilfe zu spät kam.
Auch wenn das endgültige schriftliche Gutachten noch aussteht, gilt der Fall für die Ermittler praktisch als abgeschlossen. Zurück bleibt die Erinnerung an eine Katastrophe, die ein Menschenleben kostete und ein ganzes Wohnhaus erschütterte.












