TBV Lemgo Lippe – Bergischer HC 28:25 (13:14)
Lemgo – Der Bergische HC hat seine ersten Punkte in der Handball-Bundesliga nur knapp verpasst. Beim TBV Lemgo Lippe zeigte die Mannschaft von Trainer Jamal Naji eine der besten Saisonleistungen, musste sich am Ende aber mit 25:28 geschlagen geben. Trotz der sechsten Niederlage im sechsten Spiel schöpfen die Löwen Mut aus der Partie.
Vor knapp 4.000 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch. Der BHC stand in der Deckung stabil, zwang Lemgo immer wieder zu langen Angriffen und nutzte vorne die Chancen konsequent. Elias Scholtes übernahm im Rückraum Verantwortung und erzielte fünf Tore allein in der ersten Halbzeit. In der stärksten Phase trafen Lars Kooij, Sören Steinhaus und Yannick Fraatz zur 12:9-Führung. Auch drei Unterzahlsituationen änderten nichts daran, dass die Gäste mit einem verdienten 14:13 in die Pause gingen.
Nach dem Seitenwechsel schien die Überraschung greifbar: Noah Beyer traf vom Punkt, Scholtes aus dem Spiel heraus, und Keeper Christopher Rudeck glänzte mit Paraden, darunter ein gehaltener Siebenmeter. Doch Lemgo fand zurück, auch weil Torhüter Urh Kastelic wichtige Würfe entschärfte. Der TBV ging in Führung, doch der BHC blieb hartnäckig. Beim 23:23 durch Beyer war die Partie völlig offen. Erst in den letzten Minuten setzte sich Lemgo dank größerer Abgeklärtheit und weniger Fehlern durch.
Stimmen zum Spiel
BHC-Co-Trainer Markus Pütz:
„Lemgo macht in der entscheidenden Phase weniger Fehler. Wir waren immer in Schlagdistanz, haben aber am Ende ein bisschen die Konsequenz vermissen lassen. Trotzdem: Das waren Bonuspunkte, wir schauen nach vorn und bereiten uns gut auf den Pokal vor.“
TBV-Trainer Florian Kehrmann:
„Ich wusste, dass der BHC eine Qualität hat. Meine Spieler mussten heute über ihr Limit gehen. Am Ende haben wir mit Selbstverständlichkeit und Selbstvertrauen gewonnen. Ich bin sehr froh über diese Punkte.“
BHC-Routinier Fabian Gutbrod:
„Diese Niederlage tut unglaublich weh, weil es ein Spiel auf Augenhöhe war. Wir hätten etwas Zählbares verdient gehabt. Jetzt gilt es, die Moral hochzuhalten und nächste Woche im Pokal in Coburg nachzulegen.“












