Ein Schockmoment, der alles verändert
Solingen – Als Sabrina Röntgen-Rauh und Jessica Antonaci im Mai 2024 nahezu zeitgleich die Diagnose Brustkrebs erhielten, blieb für beide die Welt stehen. Angst, Unsicherheit und unzählige Fragen bestimmten plötzlich ihren Alltag. Doch statt sich zurückzuziehen, entschieden sich die beiden Solingerinnen, diesen Weg nicht allein zu gehen.
Begegnungen, die Mut machen
Während ihrer Therapie lernten die Frauen viele weitere Betroffene kennen – Begegnungen voller Verständnis, die Trost spendeten und Hoffnung gaben. „Der Austausch untereinander hat uns getragen“, sagen sie heute. Und aus diesem Gefühl der Verbundenheit entstand schließlich eine besondere Idee.
Die Geburt der Pinkladies
Mitten in einer Chemotherapie fasste Sabrina den Entschluss, eine eigene Selbsthilfegruppe für junge und junggebliebene Brustkrebspatientinnen ins Leben zu rufen. Jessica war sofort begeistert. „Es gibt zu wenig Angebote für Betroffene in unserem Alter – dabei ist der Austausch so wichtig“, betonen die Gründerinnen. Seit Januar 2025 existiert die Gruppe offiziell: die Pinkladies. Ein Name, der für Positives, Stärke und Zusammenhalt steht.
Kein Stuhlkreis – sondern lebendige Gemeinschaft
Die Treffen der Pinkladies finden in der Regel am ersten Sonntag im Monat statt. Doch ein klassischer Stuhlkreis? Nicht bei ihnen. Stattdessen setzen Sabrina und Jessica auf aktivere, kreative und abwechslungsreiche Begegnungen – mal bewegungsorientiert, mal gemütlich, immer wertschätzend. Jede Teilnehmerin darf reden, muss aber nicht. „Bei uns darf jede so sein, wie sie ist. Es gibt keinen Druck, nur Verständnis und Zusammenhalt“, betonen die beiden.
Engagement neben dem Berufsalltag
Um die Gruppe künftig noch professioneller begleiten zu können, absolvieren Röntgen-Rauh und Antonaci derzeit zusätzlich zu ihren Vollzeitjobs eine Ausbildung zum Selbsthilfe-Coach. Ihr Ziel: einen sicheren Raum schaffen, der sowohl emotional als auch organisatorisch gut getragen wird.
Kontakt:
Die Pinkladies sind über die Plattform „Selbsthilfegruppen im Gesundheitswesen“ (siehe Informationsbroschüre des Klinikums Solingen unter https://www.klinikumsolingen.de/media/05-patienten-besucher/Selbbsthilfegruppen_Solingen_Broschüre.pdf), auf Instagram sowie per E-Mail unter pink_ladies@web.de erreichbar.











