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Dies & DasSolinger Synode ebnet einstimmig den Weg für Fusion mit Nachbarkirchenkreisen

Solinger Synode ebnet einstimmig den Weg für Fusion mit Nachbarkirchenkreisen

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Solingen – Die Evangelische Kirche in Solingen hat am Samstag einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunftssicherung getan: Die Kreissynode votierte bei ihrer Herbsttagung einstimmig für die Aufnahme eines Fusionsprozesses mit den Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Der Zusammenschluss soll zu einem späteren, noch nicht festgelegten Zeitpunkt erfolgen.

Superintendentin Dr. Ilka Werner zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert und dankbar. „Das zeigt das nötige Vertrauen und gibt uns den nötigen Rückenwind“, erklärte sie. Nun gelte es, den Prozess gemeinsam mit den beiden Nachbarkirchenkreisen erfolgreich zu gestalten.

Identität wahren – Strukturen entlasten

In ihrer Ansprache an die rund 70 Synodalen hatte Werner zuvor um Unterstützung geworben. Sie betonte, dass Solingen im neuen Verband weiterhin eine eigenständige Region bleiben solle – mit eigener Identität und eigener kirchlicher Stimme gegenüber Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft. Hintergrund sind zunehmende strukturelle Herausforderungen: Die Verwaltungs- und Leitungsaufgaben eines eigenständigen Kirchenkreises seien für eine kleiner werdende evangelische Kirche in Solingen langfristig kaum noch zu bewältigen.

Für die Gemeindemitglieder werde sich im Alltag jedoch wenig ändern, versicherte Werner. Auch Arbeitsplätze seien nicht gefährdet: „Die Arbeit bleibt ja.“

Neuer Kirchenkreis frühestens 2029

Werner rechnet damit, dass der neue gemeinsame Kirchenkreis frühestens 2029 oder 2030 gegründet werden könnte. Dann würde er rund 120.000 Mitglieder umfassen. Bis dahin müssen sämtliche Gemeinden der drei Kirchenkreise zustimmen; zusätzlich ist eine Genehmigung durch die Evangelische Kirche im Rheinland erforderlich. Von Seiten der Landeskirchenleitung gebe es jedoch grundsätzlich positive Signale, berichtete der Solinger Erste Bürgermeister Lukas Schrumpf, der zugleich Mitglied der Kirchenleitung ist.

Breite Unterstützung in den Partnerkreisen

Auch der benachbarte Kirchenkreis Niederberg steht hinter der Idee. Dessen Superintendent Wolfhard Günther, selbst gebürtiger Solinger, warb vor der Solinger Synode für den Schulterschluss. Man sei ursprünglich gemeinsam mit Düsseldorf-Mettmann unterwegs gewesen und freue sich, nun als „Dreizack“ mit Solingen weitergehen zu können – eine schmunzelnde Anspielung auf die Solinger Messertradition.

Die Niederberger Synode hatte bereits am vergangenen Wochenende mit großer Mehrheit zugestimmt; Düsseldorf-Mettmann votierte an diesem Wochenende ebenfalls einstimmig für den Fusionsprozess.

Steuerungsgruppe soll Arbeit aufnehmen

Als nächstes wird eine Steuerungsgruppe eingerichtet, deren Solinger Vertreter vom Kreissynodalvorstand entsandt werden. Ein erfahrener Berater, spezialisiert auf Kirchenkreisvereinigungen, soll den Prozess begleiten. Zudem halten alle drei Synoden die Tür für weitere potenzielle Fusionspartner zunächst offen.

Mit dem klaren Votum der Solinger Synode ist der Weg für eine umfassende Neuordnung der evangelischen Kirchenstrukturen in der Region nun frei – ein Signal für mehr Zusammenarbeit, Stärke und Zukunftsfähigkeit.

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