„Arbeit ist der wichtigste Schlüssel!“
Solingen – Mit einem umfassenden Antrag im Sozialausschuss möchte die SPD-Ratsfraktion einen deutlichen Impuls für die Stadtgesellschaft setzen. Ziel ist es, neue sinnvolle Arbeitsmöglichkeiten für Empfänger bestimmter Sozialleistungen zu schaffen – insbesondere für anerkannte Asylbewerber und erwerbsfähige Bürgergeldbezieher. Diese Angebote sollen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern und die soziale Integration stärken.
„Arbeit hat eine enorme soziale Dimension“, betont Corinna Faßbender, sozialpolitische Sprecherin der SPD im Ausschuss. Sie verweist auf wissenschaftliche Erkenntnisse, die den positiven Einfluss von Arbeit auf Selbstwertgefühl, Alltagsstruktur und gesellschaftliche Teilhabe bestätigen. Gerade für Menschen, die trotz Erwerbsfähigkeit aus unterschiedlichen Gründen nicht arbeiten können, entstehe häufig eine schwierige Lebenslage.
Daniel Weber, Unternehmer und Mitglied im Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung, hebt zudem die Bedeutung für Zuwanderer hervor: „Eine sinnvolle Arbeit ist für vieles der wichtigste Schlüssel – vom Spracherwerb über Integration bis hin zur Stärkung der Erwerbsfähigkeit.“ Auch für viele Bürgergeld-Empfänger könne eine geeignete Beschäftigung ein entscheidender Schritt zurück in den Arbeitsalltag sein. Die gesamte Stadtgesellschaft werde von einer verbesserten sozialen Teilhabe profitieren. Besonders Bereiche, die den Zusammenhalt in Stadtteilen und Vereinen fördern, stehen dabei im Fokus.
Gleichzeitig stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende Ernst Lauterjung klar, dass die geplanten Tätigkeiten nicht in Konkurrenz zu regulären Arbeitsplätzen treten sollen: „Versicherungspflichtige Arbeitsplätze haben immer Priorität. Das Angebot soll weder bestehende Jobs auf dem Markt noch städtische Aufgaben ersetzen.“ Vielmehr gehe es um zusätzliche Tätigkeiten, die bislang kaum abgedeckt sind, aber gesellschaftlich wertvoll seien.
Die Verwaltung wurde beauftragt, bis zu den kommenden Haushaltsberatungen ein detailliertes Konzept samt Kostenprüfung vorzulegen. Dabei sollen auch freie Träger eingebunden werden. „Die Kompetenz ist an vielen Stellen in unserer Stadt vorhanden, das zeigen die Förderprojekte der letzten Jahre“, so Lauterjung. Diese Strukturen gelte es nun zu nutzen – auch vor dem Hintergrund eines Arbeitsmarktes, den viele Unternehmen zunehmend mit Sorge betrachten.











