ACI-Vorsitzender nennt erste inhaltliche Schwerpunkte
Solingen – Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Solingen zeigt sich erfreut über die Wahl von Valerio La Mendola (CDU) zum neuen Vorsitzenden des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI). Das Gremium geht aus dem bisherigen Zuwanderungs- und Integrationsrat hervor und hat durch die Reform der Gemeindeordnung erweiterte Aufgaben und mehr Gestaltungsmöglichkeiten erhalten.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Carsten Voigt betonte nach der Wahl die Bedeutung des Personalwechsels: „Valerio La Mendola bringt fachliche Kompetenz, Engagement und ein hohes Gespür für die Anliegen der Menschen mit. Er ist genau der richtige Vorsitzende, um den Ausschuss in dieser neuen Phase konstruktiv und verantwortungsvoll zu führen.“ Die Arbeit im Ausschuss solle unter dem Leitmotiv „mutig, ehrlich und menschlich“ stehen. Besonders freue man sich darüber, dass sich zunehmend junge Menschen politisch engagieren, so Voigt weiter.
Integration durch Arbeit im Mittelpunkt
Einen zentralen Schwerpunkt will die CDU künftig auf die Verbesserung des Arbeitsmarktzugangs für Zuwanderer und Geflüchtete legen. Arbeit sei die wichtigste Integrationsmaßnahme, betont La Mendola: „Wer arbeitet, findet schneller Anschluss, Stabilität und Perspektive. Wir müssen – wo es kommunal geht – Hürden abbauen und den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern.“
Zugleich will die CDU die Rolle des produzierenden Gewerbes stärker in den Fokus rücken. Viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte seien dort beschäftigt und leisteten „wertvolle, harte Arbeit“, die mehr politische Aufmerksamkeit verdiene. Der Ausschuss soll daher künftig auch wirtschaftspolitische Debatten zum Erhalt entsprechender Arbeitsplätze führen.
Frühkindliche Sprachförderung und Vereinsarbeit
Ein weiterer Schwerpunkt der CDU im ACI ist die Sprachförderung im frühen Kindesalter. „Sprache ist der Schlüssel zu Bildung, zur Arbeit und zu gesellschaftlicher Teilhabe“, so La Mendola. Wer bereits im Kindergarten Defizite aufweise, habe es später in der Schule deutlich schwerer. Die Verbesserung der Sprachförderangebote soll deshalb ein Kernthema werden.
Auch die Kultur- und Integrationsvereine sollen stärker in die Ausschussarbeit eingebunden werden. Sie leisteten einen „unschätzbaren Beitrag“ zur Integration in Solingen, betont der neue Vorsitzende. Unterstützt werden sollen vor allem Projekte, die den Austausch zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten sowie zwischen verschiedenen migrantischen Gruppen fördern.
Prävention und Sicherheit
Neben Integration und Bildung spielt auch die Sicherheitsarbeit eine wichtige Rolle. Fehlentwicklungen bei Jugendlichen, die in Gewalt und Kriminalität münden, müssten offen angesprochen werden, fordert La Mendola. Gleichzeitig setze man auf Prävention: Kulturvereine sollen intensiver eingebunden werden, um jungen Menschen Orientierung, Halt und positive Vorbilder zu geben.
Zur Person
Valerio La Mendola ist 24 Jahre alt, in Solingen geboren und Lehramtsanwärter im Referendariat. Er stammt aus einer Familie mit süditalienischen Wurzeln. Politisch ist er als stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Union Solingen aktiv und Mitglied im Stadtbezirksvorstand Burg/Höhscheid.











