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Dies & DasGebührenexplosion in 2026 - Solinger Haushalte zahlen über 130 Euro mehr

Gebührenexplosion in 2026 – Solinger Haushalte zahlen über 130 Euro mehr

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Solingen – Die Technischen Betriebe Solingen (TBS) haben ihre Gebührenkalkulation für das Jahr 2026 vorgestellt – und erstmals seit fast zehn Jahren steht den Solingern eine spürbare Erhöhung ins Haus. Für eine durchschnittliche vierköpfige Familie, wie sie im Modell des Bundes der Steuerzahler zugrunde gelegt wird, steigen die jährlichen Kosten für Abfall, Straßenreinigung, Winterdienst sowie Schmutz- und Niederschlagswasser um insgesamt 132,78 Euro auf 1.307,63 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 11,3 Prozent gegenüber 2025.

Abfallgebühren steigen um moderate 2,5 %

Trotz höherer Kosten bei der Müllverbrennungsanlage aufgrund einer steigenden CO₂-Abgabe sowie gestiegener Personalkosten erhöhen sich die Abfallgebühren nur um 2,5 Prozent. Für die Musterfamilie bedeutet dies ein Plus von 6,21 Euro jährlich. Gründe dafür sind Rücklagen aus Vorjahren, die 2026 entlastend wirken.

Entlastung bei Straßenreinigung und Winterdienst

Eine Entspannung gibt es bei zwei weiteren wichtigen Posten: Die Gebühren für die Straßenreinigung sinken um 2,7 Prozent, der Winterdienst in Priorität 2 sogar um deutliche 17,6 Prozent. Auch hier sorgen Überdeckungen aus früheren Jahren dafür, dass trotz steigender Aufwendungen eine Reduzierung möglich ist.

Schmutzwasser als größter Kostentreiber

Der größte Preissprung erfolgt jedoch bei der Schmutzwassergebühr. Mehrere Faktoren führen zu einer überdurchschnittlichen Steigerung:

  • Rückfall eines Sondereffekts: Eine hohe Überdeckung aus 2025 entfällt.
  • Sinkender Wasserverbrauch in Solingen: Fixkosten verteilen sich auf weniger Verbrauchsmengen.
  • Höhere Beiträge an Wasserverbände aufgrund von Investitionen in Infrastruktur, Hochwasserschutz und Kläranlagen.

Damit endet eine Phase stabiler Entwicklung. Zwischen 2017 und 2025 lagen die jährlichen Erhöhungen im Schmutzwasserbereich im Schnitt bei nur zwei Prozent.

Niederschlagswasser leicht teurer

Die Gebühr für Niederschlagswasser steigt hingegen lediglich um 1,9 Prozent, was für die Modellfamilie 3,38 Euro Mehrkosten pro Jahr bedeutet.

Trinkwasser wird deutlich teurer

Neben den TBS-Gebühren erhöht sich 2026 auch der Preis für Trinkwasser spürbar. Der Eigenbetrieb Wasserversorgung Solingen und die Stadtwerke Solingen passen den Kubikmeterpreis von 3,25 Euro netto auf 3,99 Euro an – ein Plus von 22,9 Prozent. Grund sind sinkende Abgabemengen, gestiegene Personal- und Sachkosten sowie hohe Investitionen in die Wasserinfrastruktur, unter anderem in eine neue Pumpenhalle und eine moderne Ultrafiltrationsanlage.

Für eine Person mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 45 Kubikmetern bedeutet dies Mehrkosten von rund 33,44 Euro netto.

Erste größere Erhöhung seit 2017

Insgesamt liegt die Mehrbelastung für die Musterfamilie bei 33,20 Euro pro Kopf und Jahr, rund 2,77 Euro monatlich. Für die vierköpfige Musterfamile in der Klingenstadt bedeutet dies eine jährliche Mehrbelastung von rund 130,00 Euro. Es ist die erste deutliche Gebührensteigerung seit 2017 – in den vergangenen Jahren bewegten sich die Anpassungen im zweistelligen Eurobereich.

Die neue Gebührenkalkulation wird am 18. Dezember 2025 dem Solinger Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt.

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