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BlaulichtGroßeinsatz in Gräfrath: 200 Autotuner attackieren Polizei – Industriegebiet Piepersberg stundenlang abgeriegelt

Großeinsatz in Gräfrath: 200 Autotuner attackieren Polizei – Industriegebiet Piepersberg stundenlang abgeriegelt

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Eskalation eines illegalen Treffens

Solingen – Ein spontanes Tuningtreffen im Industriegebiet Piepersberg ist in der Nacht auf Sonntag völlig außer Kontrolle geraten. Gegen 1.30 Uhr sah sich die erste Streifenwagenbesatzung einer aggressiven Menge von rund 200 Autotunern gegenüber – viele von ihnen vermummt. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde der Streifenwagen sofort mit Pyrotechnik und stumpfer Gewalt attackiert.


Verlagerung der Szene aus Neuss

Zuvor hatten mehrere Hinweise auf ein unangemeldetes Treffen sowie ein mögliches illegales Autorennen vorgelegen. Offenbar war die Tuningszene nach einem Polizeieinsatz in Neuss kurzfristig nach Solingen ausgewichen. Am Piepersberg eskalierte die Lage sofort nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und zogen sich zurück, nachdem zusätzlich Meldungen über mögliche Schüsse aus PTB-Waffen eingingen.


40 Streifenwagen rücken an – Piepersberg wird zur Sperrzone

Um die Situation wieder in den Griff zu bekommen, forderte die Einsatzleitung massive Verstärkung aus ganz NRW an. Rund 40 Fahrzeuge der Bezirksreserve – darunter Bundespolizei, Alarmhundertschaft und Zivilkräfte – wurden nach Gräfrath beordert. Das gesamte Industriegebiet wurde abgeriegelt, alle Zufahrten gesperrt.

Viele der Beteiligten flohen noch vor Eintreffen der Verstärkungskräfte. Dennoch gelang es der Polizei, rund ein Dutzend Fahrzeuge und etwa 40 Personen einzukesseln. Die Beamten stellten Personalien fest, nahmen Strafanzeigen auf und erteilten Platzverweise.


Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und Waffenverstößen

Ein Mann wurde in Gewahrsam genommen, weil er polizeiliche Maßnahmen massiv behinderte. Gegen zahlreiche Beteiligte wird nun wegen Landfriedensbruch, möglicher Verkehrsdelikte, tätlichen Angriffen auf Polizeibeamte, Widerstandshandlungen sowie Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.


Einsatz endet im Morgengrauen

Gegen 5.00 Uhr morgens war der Großeinsatz schließlich beendet. Nach aktuellem Stand kam niemand aus den Reihen der Polizei zu Schaden. Ein Streifenwagen hingegen wurde erheblich beschädigt – ein deutliches Zeichen für die Brutalität, mit der die Lage am Piepersberg eskalierte.

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