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BlaulichtGefahrgut-Unfall auf der A46 bei Haan: Vollsperrung in beide Richtungen voraussichtlich noch...

Gefahrgut-Unfall auf der A46 bei Haan: Vollsperrung in beide Richtungen voraussichtlich noch bis in die Nacht

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Haan – Ein schwerer Unfall hat am heutigen Nachmittag zu einer Vollsperrung der A 46 in Fahrtrichtung Düsseldorf geführt. Zwischen den Anschlussstellen Haan-Ost und Haan-West war ein Sattelzug aus bislang ungeklärter Ursache umgekippt. Nach ersten Angaben der Polizei wurde bei dem Unfall niemand verletzt – dennoch ist der Einsatz für Feuerwehr und Spezialkräfte äußerst anspruchsvoll.

Achtung: Zwischenzeitlich (16.30 Uhr) wurde durch die Leitstelle der Feuerwehr Mettmann eine WARNUNG über die KatSchutz App Nina und KatWarn herausgegeben:

Der Lkw hat Gefahrgut an Bord, das nach Angaben eines Polizeisprechers den UN-Nummern UN 2290 und UN 2398 zugeordnet ist. Laut ersten Informationen soll es sich bei der Ladung um Stoffe dieser Gefahrgutklassen handeln, wobei noch unklar ist, ob und in welchem Umfang Behälter bzw. die Tanks beschädigt wurden.

  • Bei UN 2290 handelt es sich um entzündbare und zugleich giftige Flüssigkeiten, häufig aus der Gruppe der Isocyanate. Stoffe dieser Kategorie können in Kontakt mit Luft oder Feuchtigkeit heftig reagieren, reizen Augen und Atemwege und sind bereits beim Einatmen kleiner Mengen gesundheitsschädlich.
  • Bei UN 2398 handelt es sich um giftige, teils hochgefährliche organische Flüssigkeiten, die zudem umweltgefährdend sein können. Zu dieser Gefahrgutklasse gehören Substanzen, die bei Freisetzung Boden und Gewässer nachhaltig schädigen und für Menschen durch Hautkontakt oder Inhalation gefährlich sein können.
Foto: SN (mit KI erstellt)

Da derzeit unklar ist, ob Flüssigkeiten austreten, arbeitet die Feuerwehr mit Spezialkräften unter Vollschutz. Messfahrzeuge sind im Einsatz, um mögliche Gefahrstoffwolken frühzeitig zu erkennen. Die Polizei betont, dass für die Bevölkerung derzeit keine akute Gefahr bestehe, solange der Bereich großräumig gemieden wird.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr-Leitstelle des Kreises Mettmann gegenüber unserer Redaktion mitteilte, handelt sich bei dem Tanklastzug um ein batteriebetriebenes Fahrzeug. Die ist aufgrund der aktuellen Unfallsituation durchaus als kritisch zu bewerten, da batzteriebetriebene Fahrzeug im Brandfall schwierig zu löschen sind.

Der Verkehr staut sich bereits auf vielen Kilometern. Auch die Umleitungsstrecken sind nach Angaben der Polizei vollständig überlastet.

Autofahrer werden dringend gebeten, den gesamten Bereich weiträumig zu umfahren, sich auf lange Verzögerungen einzustellen und nach Möglichkeit alternative Verkehrsmittel zu nutzen.

Die Bergungs- und Dekontaminationsarbeiten dauern an. Auch Spezialkräfte der auf Chemieunfälle spezialisierten Bayer Werksfeuerwehr sind zur Einsatzstelle angefordert worden. Eine teilweise Freigabe der Autobahn wird frühestens am späten Abend erwartet.

Wir berichten weiter!

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