Haan / NRW – Nach dem schweren Unfall eines mit Gefahrgut beladenen Lastwagens am Donnerstagnachmittag auf der A 46 zwischen den Anschlussstellen Haan-Ost und Haan-West ist die Autobahn inzwischen wieder in beiden Richtungen für den Verkehr freigegeben. Der Sattelzug war am Donnerstagmittag aus bislang ungeklärter Ursache umgekippt und hatte zu einer großflächigen Vollsperrung geführt. Wie die Autobahn GmbH auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt, wurde durch den Unfall eine Betonwand in der Fahrbahnmitte beschädigt sowie eine mobile Verkehrszeichenanlage komplett zerstört. Der Sachschaden an der Autobahn-Infrastruktur beläuft sich nach ersten Schätzungen auf runf 70.000 Euro
E-Zugmaschine geriet im Bereich der Hochvoltbatterie in Brand
Nach Angaben der Feuerwehr Haan war die elektrisch angetriebene Zugmaschine im Bereich ihrer Hochvoltbatterie in Brand geraten. Die betroffenen Akkus mussten über Stunden hinweg intensiv gekühlt werden. Das im Sattelauflieger transportierte Gefahrgut — in Fässern gelagert, leicht brennbar und gesundheitsschädlich — blieb dabei unbeschädigt.

Da zwischenzeitlich nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Brandrauch in Richtung Mahnert zieht, wurde die Bevölkerung über die Warn-App NINA vorsorglich aufgerufen, geschlossene Räume aufzusuchen und das Gebiet großräumig zu meiden.
Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz
Die Feuerwehr Haan war mit allen verfügbaren Kräften (Vollalarm) vor Ort. Unterstützung kam überörtlich aus dem gesamten Kreisgebiet:
• Die Feuerwehren Erkrath, Hilden, Langenfeld, Mettmann und Monheim stellten gemeinsam einen Wasserförderzug, um die Löschwasserversorgung auf der gesperrten Autobahn zu gewährleisten.
• Parallel brachten Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr weiteres Löschwasser an die Einsatzstelle.
• Das Cobra-Löschsystem der Feuerwehr Ratingen wurde ebenfalls zum Unfallort gebracht. Es sollte – sofern einsatztaktisch möglich – mit Hochdruck Löschwasser direkt in die brennenden Akkus einbringen; die genaue Anwendung wurde vor Ort geprüft.
• Das THW unterstützte mit Ausleuchtung und logistischer Hilfe.
• Eine Einsatzeinheit des Deutschen Roten Kreuzes versorgte die in der Vollsperrung feststeckenden Verkehrsteilnehmer.
• Ein Fachberater des Chemparks Leverkusen war im Rahmen des Transport-Unfall-Informations-Systems (TUIS) zur fachlichen Beratung hinzugezogen worden.
Vollsperrung aufgehoben – Unfallstelle wieder sicher
Während der stundenlangen Arbeiten blieben beide Fahrtrichtungen der A46 vollständig gesperrt, was zu massiven Verkehrsbehinderungen führte. Erst nach der erfolgreichen Kühlung der Batterien, der Sicherung des Gefahrguts und der Reinigung der Fahrbahn konnte die Autobahn am Freitagmorgen gegen 7.30 Uhr wieder vollständig freigegeben werden.
Die Polizei Düsseldorf und die Autobahn GmbH prüfen weiterhin den genauen Unfallhergang sowie das Ausmaß der entstandenen Schäden.












