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RegionalesStillstand auf der Schiene: Solinger Pendler und Bahnreisende müssen über die Feiertage...

Stillstand auf der Schiene: Solinger Pendler und Bahnreisende müssen über die Feiertage umplanen

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Zwischen Weihnachten und Neujahr Busse statt Züge – Fernverkehr umgeleitet

Rhein-Ruhr – Pendler und Bahnreisende in Solingen müssen sich rund um den Jahreswechsel auf erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen. Die Deutsche Bahn bereitet die wichtige Strecke Hagen – Wuppertal – Köln auf eine umfassende Generalsanierung vor. Dafür sind vom Freitag, 26. Dezember 2025, 21.00 Uhr, bis Freitag, 2. Januar 2026, 21.00 Uhr umfangreiche Vorarbeiten geplant – mit spürbaren Folgen für den Regional- und Fernverkehr im Bergischen Land.

Ab 6. Februar 2026 startet die DB InfraGO dann offiziell mit der Generalsanierung des stark belasteten Korridors. Damit die Hauptarbeiten reibungslos beginnen können, nutzen die Bauteams die verkehrsärmere Zeit zwischen den Feiertagen für notwendige Vorbereitungen. Neben Vegetationsarbeiten entlang der Strecke stehen vor allem Kampfmittelsondierungen im Fokus. Mit Spezialbohrungen wird geprüft, ob sich noch Blindgänger oder andere metallische Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden befinden.

Solingen besonders betroffen

Gerade für Solingen bringen die Vorarbeiten deutliche Einschnitte. Auf mehreren Linien fallen Züge aus oder werden umgeleitet. Besonders relevant für viele Fahrgäste ist der RE 7, der zwischen Köln Messe/Deutz und Hagen Hauptbahnhof komplett ausfällt. Als Ersatz setzt die Bahn Schnellbusse zwischen Leverkusen Mitte, Solingen Hauptbahnhof und Wuppertal Hauptbahnhof ein. Zusätzlich verkehren Busse mit allen Zwischenhalten.

Auch der RB 48 entfällt auf dem Abschnitt Köln Messe/Deutz – Wuppertal-Oberbarmen. Hier fahren Ersatzbusse zwischen Köln-Mülheim und Wuppertal Hauptbahnhof. Ergänzend kommen Schnellbusse zwischen Leverkusen-Rheindorf und Solingen Mitte zum Einsatz – eine wichtige Verbindung für viele Solinger Fahrgäste.

Im Fernverkehr müssen sich Reisende ebenfalls umstellen: ICE- und IC-Züge werden zwischen Köln und Dortmund über Düsseldorf umgeleitet oder fallen ganz aus. Die Fernzüge halten während der Vorarbeiten nicht in Solingen, Wuppertal und Hagen.

Ersatzkonzepte im Überblick

Auch weitere Regional- und S-Bahn-Linien sind betroffen, unter anderem mit Umleitungen, Teilausfällen oder ausgedünnten Takten (RE 4, RE 13, RE 49, S 7, S 8, S 9 und S 28). Die Bahn und die Aufgabenträger haben nach eigenen Angaben ein umfangreiches Ersatzkonzept erarbeitet. Fahrgäste sollten jedoch mehr Zeit einplanen und sich vor Fahrtantritt informieren.

Die geänderten Fahrpläne sind in den bekannten Auskunftsmedien, an den Bahnsteigen sowie online unter https://www.bahn.de und https://www.zuginfo.nrw abrufbar.

Blick nach vorn: Große Sanierung ab Februar

Trotz der kurzfristigen Einschränkungen verspricht die Bahn langfristige Verbesserungen. Die Strecke Hagen – Wuppertal – Köln zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen in Nordrhein-Westfalen. Während der Generalsanierung von Februar bis Juli 2026 werden unter anderem über 80 Kilometer Gleise, 28 Weichen und rund 30 Kilometer Oberleitungen erneuert. Zusätzlich entstehen rund vier Kilometer neue Schallschutzwände, was auch Anwohner entlasten soll.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Bahnhöfen: Zwölf Stationen werden modernisiert, mit Fokus auf Barrierefreiheit und ein ansprechenderes Erscheinungsbild. Davon profitieren auch Reisende aus dem Bergischen Land – die Arbeiten an einigen Bahnhöfen reichen allerdings über die eigentliche Generalsanierung hinaus.

Für Solingen heißt das: Geduld ist zunächst gefragt. Langfristig soll der Bahnverkehr jedoch pünktlicher, zuverlässiger und leiser werden.

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