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Dies & DasRettungsdienst am Limit: Solingen drohen massive Kosten durch unbezahlte Einsätze

Rettungsdienst am Limit: Solingen drohen massive Kosten durch unbezahlte Einsätze

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Solingen – In der Klingenstadt spitzt sich eine Entwicklung zu, die vielen Rettungskräften Sorgen bereitet. Der Rettungsdienst, ohnehin täglich am Limit, steht vor einer zusätzlichen Belastung: Die gesetzlichen Krankenkassen wollen Einsätze ohne anschließenden Transport nicht mehr erstatten. Für Solingen bedeutet das eine drohende Kostenlawine – und für die Menschen in Not womöglich ein mulmiges Gefühl, wenn sie den Notruf wählen. Denn rund jeder fünfte Einsatz endet ohne Transport und würde damit unbezahlt bleiben.

Was diese Entscheidung für die Stadt bedeutet, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Schon heute kostet ein einzelner Rettungseinsatz im Schnitt 850 Euro. Muss ein Notarzt hinzueilen, steigt der Betrag auf fast 2.000 Euro. Diese Summen muss Solingen künftig allein schultern – selbst dann, wenn die schnelle Hilfe vor Ort ausreicht und niemand ins Krankenhaus gebracht werden muss.

Die Feuerwehr arbeitet längst mit aller Kraft daran, den Rettungsdienst zu stützen. Bei dramatischen Situationen wie Reanimationen rückt inzwischen zusätzlich ein Löschfahrzeug aus, um die Rettungsteams vor Ort zu entlasten und im entscheidenden Moment mehr Hände zur Verfügung zu haben. Die Kosten dafür trägt die Stadt alleine – ganz ohne Unterstützung der Kassen.

Der Streit über die Finanzierung ist dabei aber kein reines Solinger Problem. Landesweit sorgt die neue Erstattungspraxis für Empörung. Einige Städte hatten sogar erwogen, Menschen an den Kosten zu beteiligen, wenn sie zwar Hilfe brauchen, aber keinen Transport benötigen. Der Widerstand gegen solche Pläne ist groß – auch in Solingen, wo nun intensiv darüber diskutiert wird, wie eine faire Lösung aussehen könnte.

Für die Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Daniel Flemm steht fest: Niemand darf in einer Notsituation zögern, Hilfe zu rufen. Die Angst vor einer möglichen Rechnung darf nicht in den Köpfen der Menschen landen. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Politik, endlich bundesweit klare Regeln zu schaffen, damit Rettungskräfte ihrer Aufgabe nachkommen können, ohne dass Kommunen finanziell erdrückt werden.

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