Solingen – Die Klingenstadt bereitet sich intensiv auf die letzte Nacht des Jahres vor. Während die meisten Solinger den Countdown zum neuen Jahr feiern, erwartet Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst die einsatzreichste Nacht überhaupt. Die Leitstellen rechnen – wie in den Vorjahren – mit einem deutlichen Anstieg an Notrufen, Bränden und Unfällen.
Klinikum erwartet in der Silvesternacht hohes Patientenaufkommen
Im Städtischen Klinikum wird die Nachtschicht personell verstärkt. Besonders in den frühen Morgenstunden des 1. Januar müsse dort traditionell mit einem erhöhten Aufkommen an Verletzten gerechnet werden. Häufig handle es sich um Folgen übermäßigen Alkoholkonsums oder um Verbrennungen und Handverletzungen, die durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern entstehen.
Polizei setzt auf flächendeckende Präsenz und flexible Einsatzplanung
Einen Schwerpunkt legen die Behörden in diesem Jahr erneut auf die Innenstadt sowie auf die Ohligser Fußgängerzone und die Hasselstraße. Diese Bereiche gelten als klassische Treffpunkte für Feiernde. Abhängig von der aktuellen Lage wird die Polizei kurzfristig ihre Kräfte bündeln um an Schwerpunkte unverzüglich reagieren zu können. Ein Polizeisprecher betonte im , dass Silvester als „dynamische Einsatznacht“ gilt, in der zahlreiche Einsätze gleichzeitig auftreten und zügig bewertet werden müssen.
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ist im Großeinsatz: Rund 7.600 Polizeibeamte – sowohl reguläre Dienstkräfte als auch Einheiten aus Hundertschaften – werden in der Silvesternacht im Einsatz sein.
Feuerwehr erhöht Alarmbereitschaft deutlich
Um auf die typischen Kleinbrände und Zwischenfälle zum Jahreswechsel reagieren zu können, setzt die Feuerwehr Solingen auf ein erprobtes Konzept: Zusätzlich zur Berufsfeuerwehr sind drei Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr ab 19.00 Uhr in den Gerätehäusern einsatzbereit. Dadurch wird personelle Stärke gegenüber einem normalen Tag nahezu verdoppelt.
Erfahrungsgemäß entstehen durch fehlgeleitetet Feuerwerksraketen, umgestürztes Bodenfeuerwerk oder Funkenflug immer wieder kleinere Brände, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt auftreten können.
Rettungsdienst baut Kapazitäten aus – Leitstelle wird verstärkt
Der Rettungsdienst wird für die Silvesternacht mit zwei zusätzliche Rettungswagen sowie ein weiterer Krankentransportwagen entsprechend aufgestockt. Auch die gemeinsame Leitstelle von Solingen und Wuppertal erhält mehr Personal, um zusätzliche Annahmeplätze für die Notrufe zu belegen und um die zahlreich zu erwartenden Notrufe schnell entgegennehmen und koordinieren zu können.
Feierfreude und Einsatzbereitschaft treffen aufeinander
Während sich die Stadt auf Partys, Feuerwerk und den Start ins Jahr 2026 freut, laufen die Einsatzkräfte auf Hochtouren. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst appellieren an die Bevölkerung, umsichtig zu feiern und unnötige Risiken zu vermeiden – damit die Nacht möglichst friedlich verläuft.












