Polizei warnt erneut vor perfiden Maschen – ähnliche Fälle auch in Solingen
Bergisches Land – Erneut ist eine ältere Bürgerin Opfer eines skrupellosen Telefonbetrugs geworden. Am gestrigen Nachmittag (08.01.2026) verlor eine 85-jährige Wuppertalerin eine hohe fünfstellige Bargeldsumme an bislang unbekannte Täter.
Gegen 16.00 Uhr meldeten sich mehrere Personen telefonisch bei der Seniorin und gaben sich zunächst als Angehörige, später auch als Polizeibeamte aus. Mit einer frei erfundenen, dramatischen Geschichte setzten sie die Frau massiv unter Druck: Ihr Sohn sei in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt und könne nur durch die Zahlung einer hohen Kaution einer Haftstrafe entgehen.
In großer Sorge um ihr Kind folgte die 85-Jährige den Anweisungen der Betrüger. Gegen 18.00 Uhr erschien ein unbekannter Mann an ihrer Wohnungstür, dem sie schließlich das Bargeld übergab. Erst später wurde der Betrug erkannt.
Der Abholer wird als etwa 35 Jahre alt, circa 1,65 Meter groß, mit heller Hautfarbe beschrieben. Er war dunkel gekleidet und trug vermutlich eine helle Stofftasche bei sich.
Betrugsmasche kein Einzelfall
Solche sogenannten „Schockanrufe“ sind leider keine Seltenheit. Auch in Solingen kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu vergleichbaren Fällen. Immer wieder geraten insbesondere ältere Menschen ins Visier der Täter. Die finanziellen Schäden für die Opfer sind oftmals sehr beträchtlich – nicht selten gehen Ersparnisse verloren, die über ein ganzes Leben hinweg aufgebaut wurden.

Die Täter agieren hochprofessionell, spielen mit Angst, Zeitdruck und emotionalem Stress. Ziel ist es, ihre Opfer zu überrumpeln, bevor diese die Möglichkeit haben, Angehörige oder die Polizei zu kontaktieren.
Polizei warnt und klärt auf
Die Polizei Wuppertal weist erneut auf ihre Präventionskampagne „Gut Aufgelegt! Telefonbetrug kann jeden treffen“ hin:
🔹 Tief durchatmen – auch bei dramatischen Geschichten.
🔹 Bei Zweifeln sofort auflegen und selbst die Notrufnummer 110 anrufen.
🔹 Niemals unter Druck setzen lassen.
🔹 Rücksprache mit echten Angehörigen halten.
🔹 Keine persönlichen oder finanziellen Informationen preisgeben.
🔹 Die Polizei ruft niemals über die 110 an.
🔹 Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft fordert niemals Geld, keinen Schmuck und auch keine Kaution.
Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter https://wuppertal.polizei.nrw/artikel/gut-aufgelegt-telefonbetrug-kann-jeden-treffen.
Wachsam bleiben
Die Polizei appelliert an alle, insbesondere ältere Menschen im Familien- und Bekanntenkreis über diese Betrugsmaschen zu informieren. Aufmerksamkeit, Misstrauen und ein offenes Gespräch können helfen, weitere Opfer zu verhindern.












