Solingen – Prof. Dr. Sascha Flohé, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie am Städtischen Klinikum Solingen, ist in zwei bedeutende gesundheitspolitische Spitzenämter berufen worden. Er wurde zum Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) gewählt und übernimmt zugleich das Amt des stellvertretenden Geschäftsführers der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).
Mit diesen Funktionen rückt Prof. Dr. Flohé in eine Schlüsselrolle der gesundheitspolitischen Interessenvertretung der operativen Akutmedizin – und das in einer Phase tiefgreifender Reformen des deutschen Gesundheitswesens.
Wichtige Stimme in Zeiten großer Reformen
Die aktuellen Strukturveränderungen durch Krankenhaus- und Notfallreformen sowie die wachsenden Anforderungen an die Resilienz des Gesundheitssystems verleihen den neuen Ämtern besondere politische Bedeutung. Sowohl die DGU als auch die DGOU wirken maßgeblich an der Ausgestaltung von Versorgungsstrukturen, Leistungsdefinitionen, Qualitätskriterien und Weiterbildungsordnungen mit.
Als zentrale Ansprechpartner für Politik, Selbstverwaltung und Ministerien auf Bundes- und Länderebene tragen die Fachgesellschaften entscheidend dazu bei, die medizinische Versorgung zukunftsfähig aufzustellen.
DGU: Starke Vertretung der Unfallchirurgie
Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie vertritt als wissenschaftliche Fachgesellschaft die Belange der Traumatologie entlang der gesamten Versorgungskette – von der Prävention über die Akutversorgung bis hin zur Rehabilitation. Sie gestaltet aktiv die Weiterentwicklung von Traumazentren, Notfallstrukturen und Intensivversorgung.
Gerade in Krisen- und Reformzeiten leistet die DGU damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung einer flächendeckenden, leistungsfähigen Schwerverletztenversorgung in Deutschland.
DGOU: Dachgesellschaft mit ordnungspolitischer Verantwortung
Die DGOU bündelt als Dachgesellschaft die gesundheitspolitischen Interessen der Orthopädie und Unfallchirurgie. Sie spielt eine zentrale Rolle in ordnungspolitischen Fragestellungen und wirkt an der Weiterentwicklung der Krankenhauslandschaft mit.
Ein besonderer Fokus liegt auf der sektorübergreifenden Versorgung sowie der Positionierung des Faches innerhalb neuer Versorgungsmodelle und Finanzierungsstrukturen.
Langjährige Erfahrung in der Gesundheitspolitik
Prof. Dr. Flohé bringt umfangreiche gesundheitspolitische Erfahrung in seine neuen Ämter ein. Über viele Jahre prägte er die strategische Ausrichtung der Unfallchirurgie auf nationaler Ebene entscheidend mit.
Als Vorsitzender der Sektion Notfall-, Intensivmedizin und Schwerverletztenversorgung (NIS) sowie als Schriftführer im Vorstand der DGU war er maßgeblich an der inhaltlichen und strukturellen Weiterentwicklung der Akut- und Schwerverletztenversorgung beteiligt.
Engagement für Qualität und Standards
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf der Standardisierung und Qualitätssicherung der Notfall- und Traumaversorgung. Prof. Dr. Flohé war maßgeblich am Aufbau und an der Etablierung des ATLS®-Programms in Deutschland beteiligt.
Zudem wirkte er an zentralen Referenzwerken der Disziplin mit, darunter das Weißbuch Schwerverletztenversorgung sowie die S3-Leitlinie „Schwerverletztenversorgung“. Diese Dokumente bilden bis heute eine wichtige Grundlage für gesundheitspolitische Entscheidungen, Strukturvorgaben und Zertifizierungsverfahren.
Auszeichnung für herausragende Verdienste
Für seine außergewöhnlichen Leistungen in der berufspolitischen, wissenschaftlichen und berufsethischen Weiterentwicklung der Unfallchirurgie wurde Prof. Dr. Flohé im Jahr 2025 mit der Carl-Thieme-Gedächtnismünze der Deutschen Unfallchirurgie ausgezeichnet.
Starke Rolle für den Standort Solingen
Am Städtischen Klinikum Solingen verantwortet Prof. Dr. Flohé als Chefarzt die strategische Weiterentwicklung der Klinik als leistungsfähigen Standort der Akut-, Notfall- und Schwerverletztenversorgung. Seine klinische Tätigkeit verbindet er konsequent mit gesundheitspolitischem Engagement.
Ziel ist es, tragfähige Lösungen für die Herausforderungen der Krankenhauslandschaft zu entwickeln und eine zukunftssichere, resiliente Patientenversorgung mitzugestalten.











