Düsseldorf/Solingen – Nach fast zwei Jahrzehnten im nordrhein-westfälischen Landtag wird Josef Neumann 2027 nicht erneut bei der Landtagswahl antreten. Der SPD-Politiker, der seit 2010 als direkt gewählter Abgeordneter Solingen und Wuppertal in Düsseldorf vertritt, zieht damit einen Schlussstrich unter eine lange parlamentarische Laufbahn.
„Ich habe mich viele Jahre mit voller Kraft für meine Heimatstadt und für die Menschen hier vor Ort eingesetzt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, Verantwortung in neue Hände zu legen“, erklärte Neumann.
Vier Legislaturperioden für Solingen und Wuppertal
Der Sozialdemokrat befindet sich derzeit in seiner vierten Legislaturperiode. In zahlreichen Ausschuss- und Plenarsitzungen sowie in vielen Gesprächen vor Ort habe er sich für die Belange seiner Wählerinnen und Wähler eingesetzt. Neben der Mitgestaltung von Gesetzen und der Verteilung von Haushaltsmitteln konnte Neumann immer wieder Fördermittel für seinen Wahlkreis einwerben.
Starke Kommunen als politisches Ziel
Ein zentrales Anliegen war für Neumann stets die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen. Mit dem „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ sei ab 2011 ein erster wichtiger Schritt zur strukturellen Entschuldung Solingens gelungen. Darüber hinaus wurden mehrere bedeutende Projekte vorangebracht, darunter:
- die Sicherung der Industriefläche Raspe in Stöcken
- der Bau des Galileums in Ohligs
- die Finanzierung integrierter Stadtteilentwicklungskonzepte (ISEK)
- die Stärkung des Gesundheitsstandorts Solingen mit Fördermitteln für den Neubau des Klinikums
- die Modernisierung von Schloss Burg
„Die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen hatten für mich immer oberste Priorität“, betont Neumann.
Engagement für Soziales und Gesundheit
Als ausgewiesener Sozial- und Gesundheitspolitiker ist Neumann aktuell Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Landtag Nordrhein-Westfalen. Zudem gehört er dem Ausschuss für Europa und Internationales an.
In seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der Sozialstiftung NRW setzt er sich besonders für die Förderung von Menschen mit Behinderung ein. Auch die Themen Einsamkeit und gesellschaftliche Isolation hat Neumann in den politischen Fokus gerückt.
Einsatz für Europa und humanitäre Hilfe
International engagiert sich der Abgeordnete in der Parlamentariergruppe NRW – Polen, Ukraine, Mittel- und Osteuropa, Baltikum. Dort arbeitet er an der Stärkung des innereuropäischen Zusammenhalts sowie an sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Austauschprojekten.
Ein besonderes Anliegen ist ihm zudem die humanitäre Hilfe für Menschen in Kriegs- und Krisengebieten.
Weiter im Einsatz bis zum Ende der Wahlperiode
Trotz seines angekündigten Rückzugs bleibt Neumann bis zum Ende der laufenden Wahlperiode im Amt. „Ich konnte viel bewegen für unsere Stadt und die Menschen hier. Bis zum Ende der Wahlperiode werde ich meine Arbeit für Solingen mit voller Kraft fortsetzen“, versichert er.











