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SolingenBürgerinitiative "Roemeryke Schrodtberge" gegründet

Bürgerinitiative „Roemeryke Schrodtberge“ gegründet

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Engagement für den Erhalt eines Solinger Biotops

Solingen – Der Widerstand gegen eine mögliche Bebauung des Gebiets „Schrodtberg“ in der Klingenstadt erhält neue Strukturen: Anfang Januar 2026 wurde auf Schloss Burg die Bürgerinitiative „Roemeryke Schrodtberge“ gegründet. Ziel der Initiative ist es, das als schützenswert geltende Biotop im Bereich des ehemaligen Rasppe-Sportplatzes in Stöcken zu erhalten.

Nach Angaben der Initiatoren soll die neue Initiative den Einsatz für Natur- und Umweltschutz in der Region bündeln und verstärken. Einstimmig wählten die Mitglieder Janine Schneiderhan zur Vorsitzenden und Sprecherin. Zum Schriftführer wurde Robert Herrgesell bestimmt.

Schneiderhan betonte bei der Gründung die persönliche Motivation vieler Beteiligter. Sie verwies dabei auf die Erfahrungen ihrer Familie und sagte: „Meine Familie hat Kampferfahrung, und deshalb will auch ich zusammen mit den Bürgern am Schrodtberg, in Stöcken und in der Kohlfurt für die Erhaltung der schützenswerten Natur am Schrodtberg kämpfen.“

Zugleich kritisierte sie die bisherige Wirtschaftsförderungspolitik. Solingen brauche ihrer Ansicht nach weniger staatlich unterstützte Wirtschaftsprojekte und mehr Investitionen in Umwelt- und Naturschutz. Die lokale Wirtschaft dürfe nicht mit Steuergeldern gefördert werden, sondern müsse sich selbst tragen und im besten Fall sogar gemeinnützige Projekte unterstützen.

Auch Schriftführer Robert Herrgesell kündigte einen langfristigen Einsatz an. Man werde es möglichen Investoren, die eine Bebauung des Areals planen, „sehr schwer machen“, erklärte er. Der Schutz des Schrodtbergs sei eine Aufgabe über mehrere Generationen hinweg, für die sich der Einsatz lohne.

Die Bürgerinitiative plant verschiedene Maßnahmen, um ihre Ziele zu erreichen. Neben friedlichen Protestaktionen, unter anderem vor dem Firmensitz eines beteiligten Unternehmens in Merscheid, soll auch politischer Druck aufgebaut werden. Geplant ist ein formelles Bürgerbegehren gemäß § 26 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen. Zudem sind Demonstrationen vor dem Rathaus vorgesehen. Falls nötig, will die Initiative auch den Rechtsweg bis durch alle Instanzen beschreiten.

Mit der Gründung der „Roemeryke Schrodtberge“ formiert sich damit ein neuer Akteur in der lokalen Umweltbewegung. Die kommenden Monate dürften zeigen, welchen Einfluss die Initiative auf die weitere Entwicklung des umstrittenen Gebiets nehmen kann.

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