Solingen – Auf der Neuenkamper Straße in Fahrtrichtung Aufderhöhe hat sich am Montagabend gegen 21.30 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Zwei Fahrzeuge waren in einer Kurve vor dem Kreuzungsbereich zur Leichlinger Straße / Aufderhöher Straße frontal kollidiert.
Fahrzeug geriet in den Gegenverkehr
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befuhr ein BMW die Neuenkamper Straße, als er in einer Kurve auf der nassen und teils glatten Fahrbahn ins Rutschen geriet. Das Fahrzeug geriet in den Gegenverkehr und stieß dort frontal mit einem entgegenkommenden Opel zusammen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Opel um die eigene Achse gedreht und kam schließlich in der Mitte der Fahrbahn zum Stillstand. Der BMW rutschte weiter über die Fahrbahn, überquerte den Gehweg und stürzte einen kleinen Abhang hinunter. Nach wenigen Metern prallte das Fahrzeug frotal gegen einen großen Baum.
Mehrere Insassen verletzt
Der 21-jährige Fahrer des BMW wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Sein 19-jähriger Beifahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus nach Hilden gebracht.

Besonders schwer traf es einen 21-jährigen Mitfahrer auf der Rückbank, der möglicherweise nicht angeschnallt war und durch den Innenraum gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde. Er erlitt schwerste Verletzungen, konnte jedoch von den Rettungskräften stabilisiert werden. Lebensgefahr besteht nach aktuellem Stand nicht. Der junge Mann wird derzeit intensivmedizinisch im Klinikum Solingen behandelt.
Die 28-jährige Fahrerin des Opel blieb glücklicherweise unverletzt.
Hoher Sachschaden und Sperrung
Beide Fahrzeuge wurden bei dem Unfall so stark beschädigt, dass sie nur noch Schrottwert hatten und abgeschleppt werden mussten. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt.

(Foto: Lars Schulz)
Aufgrund der umfangreichen Rettungsmaßnahmen und der polizeilichen Unfallaufnahme musste die Unfallstelle bis etwa 1.00 Uhr nachts vollständig gesperrt werden. Trotz der nächtlichen Sperrung kam es lediglich zu kleineren Verkehrsbehinderungen.
Polizei ermittelt wegen des möglichen Verdachts auf Drogenmissbrauch
Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Unfallverursacher möglicherweise unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand und hat die weiteren Ermittlungen dazu aufgenommen. In diesem Zusammenhang weist sie erneut auf die Gefahren bei winterlichen Straßenverhältnissen sowie auf die Bedeutung des Anschnallens aller Insassen hin.
Zeugen, die weitere Hinweise zu dem Unfall haben, können sich unter der Telefonnummer 0202 / 284 – 0 mit dem Verkehrskommissariat in Verbindung setzen.











