Arbeitslosigkeit in Solingen steigt weiter – Quote bei 8,7 Prozent
Bergisches Land – Der Arbeitsmarkt in Solingen ist zu Beginn des Jahres 2026 von einem spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit geprägt. Im Januar waren in der Klingenstadt 7.654 Menschen ohne Arbeit gemeldet. Das sind 169 Personen mehr als im Dezember und 205 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit auf 8,7 Prozent und liegt nun 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonatsniveau.
Besonders betroffen sind weiterhin Menschen mit längerer Arbeitslosigkeit. Aktuell gelten in Solingen 3.572 Personen als langzeitarbeitslos – ein leichter Anstieg von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 92 Prozent von ihnen werden im Rahmen der Grundsicherung betreut.
Jugendarbeitslosigkeit leicht rückläufig
Positiv entwickelt hat sich dagegen die Situation junger Menschen. Derzeit sind 696 Solingerinnen und Solinger unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Zwar stieg die Zahl im Vergleich zum Vormonat leicht an, im Jahresvergleich ging die Jugendarbeitslosigkeit jedoch um mehr als sechs Prozent zurück.
Auch die Unterbeschäftigung nahm zu. Insgesamt waren im Januar 9.278 Menschen von Arbeitslosigkeit oder arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen betroffen. Das sind 124 Personen mehr als im Dezember und 64 mehr als vor einem Jahr.
Bewegung auf dem Arbeitsmarkt bleibt hoch
Trotz der steigenden Zahlen bleibt der Solinger Arbeitsmarkt in Bewegung. Im Januar meldeten sich 1.216 Menschen arbeitslos, davon 606 direkt aus einer Beschäftigung. Gleichzeitig beendeten 1.039 Personen ihre Arbeitslosigkeit. 318 von ihnen fanden eine neue Stelle.
Die Unternehmen in Solingen suchen weiterhin Mitarbeitende. Im Januar wurden 89 neue Arbeitsstellen gemeldet. Zwar waren das weniger als im Vormonat, im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies jedoch einen Zuwachs. Damit bestehen weiterhin Beschäftigungschancen in verschiedenen Branchen.
Beratung und Weiterbildung als zentrale Instrumente
Eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Arbeitsmarktes spielen Beratung und Qualifizierung. Die Agentur für Arbeit unterstützt Arbeitslose mit individueller Berufsberatung sowie mit Angeboten zur beruflichen Weiterbildung. Im gesamten Agenturbezirk Solingen-Wuppertal nehmen derzeit über 2.000 Menschen an Qualifizierungsmaßnahmen teil.
„Gerade in dieser Phase kommt es darauf an, Menschen gezielt zu begleiten und Perspektiven zu eröffnen“, betont Nathalie Schöndorf, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Neben der Unterstützung von Arbeitslosen werden auch Unternehmen bei der Personalplanung begleitet, unter anderem mit einem neuen digitalen Förder-Check.
Blick auf den Gesamtbezirk
Im gesamten Agenturbezirk Solingen-Wuppertal mit Remscheid, Solingen und Wuppertal waren im Januar 33.575 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag bei zehn Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass der saisonale Anstieg nicht nur Solingen betrifft, sondern die gesamte Region.
Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten für Unternehmen bietet die Agentur für Arbeit unter https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell.











