Über 70 Gäste haben sich bei der Bergischen Innenstadtkonferenz informiert und inspirieren lassen
Bergisches Land – Wie können Innenstädte zukunftsfähig gestaltet werden? Mit dieser zentralen Frage beschäftigten sich am Donnerstag über 70 geladene Akteure aus dem Bergischen Städtedreieck bei der Bergischen Innenstadtkonferenz der Bergische Industrie- und Handelskammer. Vertreten waren unter anderem die drei Stadtspitzen Miriam Scherff, Daniel Flemm und Sven Wolf sowie Vertreter aus Wirtschaftsförderung, Verwaltung, Handel, den Wirtschaftsjunioren und weiteren Innenstadtinitiativen.
Grundlage der Konferenz war ein von der IHK-Vollversammlung beschlossenes Positionspapier zur Innenstadtentwicklung und zum Einzelhandel. Darin wird vor allem mehr Kommunikation und Kooperation gefordert. „Wir wollen als Bergische IHK nicht nur fordern, sondern selbst den Raum für Kommunikation und Kooperation schaffen“, betonte IHK-Vizepräsidentin Bärbel Beck in ihrer Begrüßung. Ziel sei es, die bergische Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsam über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Auch IHK-Vizepräsidentin Katrin Becker hob hervor: „Nur gemeinsam mit allen Akteuren können wir unsere Stadtzentren auf die Herausforderungen der Zukunft ausrichten.“
Blick in die Zukunft als Inspirationsquelle
Besonders der Blick in andere Städte und in kommende Entwicklungen sorgte für Motivation. In seiner Keynote zum Thema „Die Zukunft unserer Innenstädte“ zeigte Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro aus Wien auf, welches Potenzial in der innerstädtischen Dichte an Talenten, Ideen und Angeboten steckt. Junge Menschen, lokale Identitäten, vielfältige Quartiere und die mutige Nutzung von Schlüsselimmobilien seien wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Entwicklung – vorausgesetzt, sie werde langfristig und gemeinsam geplant.
Erfolgreiche Beispiele aus anderen Städten
Wie Innenstadtentwicklung konkret gelingen kann, verdeutlichten zwei Best-Practice-Beispiele: Kristine Todt von der Hanau Marketing GmbH und Frank Achenbach von der IHK Offenbach am Main stellten ihre erfolgreichen Projekte vor. Beide Städte setzten auf eine klare Haltung, Mut zum Ausprobieren und neue Partnerschaften. Durch die Einbindung sogenannter „Komplizen“ außerhalb bestehender Netzwerke sei es gelungen, neue Ideen zu entwickeln und Akzeptanz zu schaffen.
Visionen für 2035
In einem Gespräch mit Beck und Becker skizzierten die Oberbürgermeister ihre Vorstellungen für die Innenstädte im Jahr 2035. Ein zentrales Thema war dabei die Bedeutung von Schlüsselimmobilien, um städtebauliche Entwicklungen aktiv steuern zu können. Gleichzeitig bekräftigten alle drei Stadtspitzen ihren Willen, die bergische Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.
Konkrete Projekte und klare Botschaften
Im zweiten Teil der Veranstaltung entwickelten die Teilnehmenden in Workshops erste Projektideen, die zeitnah im Bergischen umgesetzt werden könnten. Dabei standen Praxisnähe und Umsetzbarkeit im Vordergrund.
„Wir nehmen den klaren Auftrag mit, die Kommunikation rund um das Thema Innenstädte weiter aktiv zu gestalten“, fasste Dr. Daria Stottrop, Geschäftsbereichsleiterin der Bergischen IHK, die Tagung zusammen. „Die Kernbotschaft des Tages ist bei allen angekommen: Ins Gespräch kommen, offen und engagiert starten – und jetzt dranbleiben.“
Die Bergische Innenstadtkonferenz machte deutlich: Die Zukunft der Innenstädte liegt in gemeinsamer Verantwortung. Mit Austausch, Mut und langfristigem Engagement wollen die Akteure aus dem Bergischen Städtedreieck ihre Stadtzentren nachhaltig und lebendig weiterentwickeln.








