Mehr Kultur, weniger Hürden
Solingen – Die Klingenstadt könnte bald ein gemeinsames Eintrittsticket für seine Museen erhalten. Die FDP-Ratsgruppe im Stadtrat regt an, ein Kombiticket einzuführen, das den Zugang zu mehreren kulturellen Einrichtungen bündelt. Ziel ist es, die städtische Museumslandschaft stärker zu vernetzen und sowohl für Einheimische als auch für Gäste attraktiver zu machen.
„Ein Kombiticket macht Kultur einfacher zugänglich und erhöht zugleich die Sichtbarkeit unserer vielfältigen Museumslandschaft“, erklärt die kulturpolitische Sprecherin der FDP-Ratsgruppe, Ute Klein. Besucherinnen und Besucher könnten mit einem Ticket mehrere Häuser besuchen – entweder an einem Tag oder über einen längeren Zeitraum hinweg.
Vier Museen, ein Ticket
Geplant ist, den Eintritt zu Schloss Burg, dem Deutschen Klingenmuseum, dem Museum für verfolgte Künste sowie dem Kunstmuseum Solingen in einem Angebot zu bündeln. Nach Angaben der FDP stoße die Idee bei den beteiligten Einrichtungen bereits auf positive Resonanz.
Die Ratsgruppe sieht darin eine Chance, die Vielfalt der Solinger Museumslandschaft stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und neue Zielgruppen anzusprechen.
Kultur und Mobilität zusammendenken
Über den reinen Museumseintritt hinaus denkt die FDP weiter. Perspektivisch soll das Kombiticket auch mit der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs verknüpft werden. So könnten Kulturinteressierte bequem, flexibel und umweltfreundlich von Museum zu Museum gelangen. Auch die Solinger Stadtwerke hätten sich offen für entsprechende Überlegungen gezeigt.
„Die Verzahnung von Kultur und Mobilität ist ein entscheidender Erfolgsfaktor“, betont Ute Klein. Ein solches Modell könne nicht nur den Museumsbesuch erleichtern, sondern auch einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung leisten.
Vorbilder aus anderen Städten
Bislang gibt es in Solingen ausschließlich Einzeltickets für die jeweiligen Häuser. Eine Kombination mit dem öffentlichen Nahverkehr fehlt ebenfalls. Dabei zeigen Beispiele aus anderen Städten, dass entsprechende Modelle erfolgreich sein können – etwa in Köln, Düsseldorf oder in grenzüberschreitenden Regionen.
Diese Vorbilder belegen, dass Kombitickets nicht nur die Besucherzahlen steigern, sondern auch die kulturelle Vernetzung fördern können.
Bessere Orientierung für Besucher
Ergänzend schlägt die FDP vor, zentrale Informationsstellen im Stadtgebiet einzurichten. Dort könnten Besucherinnen und Besucher Kombitickets erwerben und sich gleichzeitig über die einzelnen Museen, ihre Themenschwerpunkte und aktuelle Ausstellungen informieren.
Damit sollen insbesondere Gäste von außerhalb schneller einen Überblick über das kulturelle Angebot der Stadt erhalten.
Blick auf die BUGA 2031
Mit Blick auf die Bundesgartenschau 2031 in der Region sieht die Ratsgruppe in dem Projekt zudem eine große Chance für den Tourismus. Das Kombiticket könne dazu beitragen, zusätzliche Gäste nach Solingen zu locken und sie langfristig für die städtische Kulturlandschaft zu begeistern.
„Wichtig ist uns, dass ein solches Ticket nicht als einmalige Aktion verstanden wird, sondern als dauerhafter Bestandteil unserer Kultur- und Tourismusstrategie“, so Klein.
Weitere Gespräche geplant
Ob und wann das Kombiticket eingeführt wird, hängt nun von weiteren Gesprächen mit den Museen, den Verkehrsbetrieben und der Stadtverwaltung ab. Die FDP hofft jedoch, dass aus der Idee bald ein konkretes Angebot für Kulturfreunde in Solingen wird.








