Arbeitskreis soll Prozess begleiten
Solingen – Die SPD-Ratsfraktion will die Kirchengemeinden in Solingen bei den anstehenden Entscheidungen über Kirchen und Gemeindezentren eng begleiten. Hintergrund sind die Zukunftspläne der Kirchengemeinden, die Auswirkungen auf Stadtteile, soziale Angebote und das kulturelle Leben haben könnten.
„Es geht nicht nur um Kirchtürme, die das Stadtbild prägen“, betont Florian Pinnow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD. Vielmehr drohten ohne die Gemeindearbeit „schmerzliche Lücken“ in den Quartieren. Um den Prozess aktiv zu begleiten, hat die Fraktion wenige Tage vor dem Infoabend des Evangelischen Kirchenkreises einen eigenen Arbeitskreis gegründet.
Große Beteiligung aus beiden Konfessionen
Beim ersten Treffen im Gemeindehaus neben der Lutherkirche waren Vertreter beider Konfessionen zahlreich erschienen. Für Pinnow und den Leiter des Arbeitskreises, Wolfgang Schreiber, ist das ein deutliches Zeichen für den Wunsch nach enger Zusammenarbeit mit der Politik. „Wir werden die Gemeinden in diesem schwierigen Prozess wie angekündigt eng begleiten“, so Pinnow.
Folgen für Stadt und Quartiere im Blick
Neben innerkirchlichen Fragen sieht die SPD auch zahlreiche Themen, die den Stadtrat betreffen. Dazu zählen etwa das Planungsrecht bei der möglichen Nachnutzung von Kirchengebäuden und Flächen, aber auch die Folgen für das soziale Netz und kulturelle Angebote, falls Gemeindezentren wegfallen sollten.
Politik als Vermittler zwischen Kirche und Öffentlichkeit
Der Arbeitskreis versteht sich dabei ausdrücklich als Vermittler. „Wir bieten die wichtige Scharnierfunktion zwischen Kirche und Politik an“, erklärt Pinnow. Dieses Angebot sei von Vertretern des evangelischen Kreissynodalvorstands und des Katholikenrats positiv aufgenommen worden.
Hohe Resonanz zeigt Bedeutung des Themas
Nach der Informationsveranstaltung des Kirchenkreises in der Stadtkirche sollen nun zeitnah konkrete Themenfelder im Arbeitskreis beraten werden. Die große Resonanz auf den Infoabend unterstreiche die Bedeutung des Themas. „Die enormen Anmeldezahlen zeigen, wie sehr diese Entwicklung die Menschen betrifft“, sagt Pinnow. Deshalb sei es wichtig gewesen, frühzeitig in die Diskussion einzusteigen.
Die SPD rechnet damit, dass die Zukunft der Kirchen und Gemeindezentren die Stadtgesellschaft noch lange beschäftigen wird – und will den Prozess weiterhin aktiv begleiten.








