Westkämper wirbt für Zusammenhalt – Schutz für Obdachlose steht an erster Stelle
Solingen – In der Debatte um den Umgang mit obdachlosen Menschen im Bereich der Unterführung in Ohligs hat Bezirksbürgermeister Marc Westkämper klare Worte gefunden. Nachdem Vertreter der Grünen ihm vorgeworfen hatten, er nehme es in Kauf, dass ein CDU-Antrag mit Stimmen der AfD beschlossen werden könnte, weist Westkämper diese Darstellung entschieden zurück – und setzt stattdessen auf Dialog und Verantwortung.
„Vorwürfe helfen nicht weiter“
Westkämper betont, dass er persönliche Kritik als Bezirksbürgermeister aushalten könne. Entscheidend sei jedoch, dass Auseinandersetzungen zwischen demokratischen Parteien nicht am Ende politischen Rändern nützten. Sein Ziel bleibe es, Mehrheiten für eine sachorientierte Lösung zu erreichen.
Er hoffe, dass in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid (OAM) am 23. Februar eine gemeinsame Linie gefunden werde – mit dem klaren Ziel, die Situation der Obdachlosen zu verbessern und zugleich die Sorgen der Anwohner ernst zu nehmen.
Verantwortung in der Kälte
Für Westkämper steht die humanitäre Verantwortung im Mittelpunkt. „Wir stehen als Bezirksvertretung in der Pflicht, nicht zuzusehen, wenn Menschen bei Minusgraden in der Unterführung campieren und dabei schwer erkranken oder sogar erfrieren“, macht er deutlich. Gerade in den Wintermonaten dürfe die Politik nicht abwarten, sondern müsse handeln.
Gleichzeitig gehe es darum, das Bahnhofsumfeld wieder ansprechender zu gestalten. Hilfe für Bedürftige und berechtigte Anliegen der Anwohner und Pendler seien kein Widerspruch, sondern müssten gemeinsam gedacht werden.
Einladung zum Gespräch
Bereits am 10. Februar hatte die CDU-Fraktion zu einer Sprecherrunde am 19. Februar eingeladen, um die Thematik sachlich zu besprechen. Westkämper wirbt dafür, die Diskussion weniger ideologisch und stärker lösungsorientiert zu führen.
Auch darüber hinaus signalisiert er Gesprächsbereitschaft gegenüber allen Fraktionen der Bezirksvertretung. Zudem hat die CDU-Fraktion für die Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe eine Anfrage eingebracht, wie die Hilfen für obdachlose Menschen in Solingen weiter verbessert werden können.
Gemeinsame Aufgabe für Solingen
Für Westkämper ist klar: Die Unterstützung obdachloser Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Statt öffentlicher Streitigkeiten brauche es nun konstruktive Zusammenarbeit.
Sein Appell richtet sich an alle politischen Kräfte in Solingen: Verantwortung übernehmen, Lösungen finden und gemeinsam handeln – zum Schutz der Betroffenen und im Interesse des Stadtteils.








