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Freizeit & SportBergischer HC hält lange mit – Routinierte Füchse Berlin setzen sich am...

Bergischer HC hält lange mit – Routinierte Füchse Berlin setzen sich am Ende durch

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Bergisches Land – Der Bergische HC hat dem Deutschen Meister Füchse Berlin über weite Strecken einen leidenschaftlichen Kampf geliefert, musste sich am Ende jedoch mit 28:35 (13:17) geschlagen geben. Vor 4.000 Zuschauern in der ausverkauften Mitsubishi Electric HALLE war die Niederlage letztlich etwas zu deutlich – zwischenzeitlich hatten die „Löwen“ den Favoriten am Rande einer engen Schlussphase.

Schwacher Start, starke Reaktion

Zunächst deutete vieles auf eine klare Angelegenheit für die Hauptstädter hin. Die Berliner legten ein 9:4 vor und nutzten Unsicherheiten im BHC-Spiel konsequent aus. Doch anders als zuletzt gegen Melsungen und Eisenach reduzierte die Mannschaft von Trainer Markus Pütz die Zahl der technischen Fehler spürbar.

Angeführt von einem starken Christopher Rudeck im Tor stabilisierte sich die Defensive zusehends. Lukas Becher verkürzte auf 7:10, Sören Steinhaus auf 8:11. Während Steinhaus treffsicher blieb, scheiterten andere BHC-Akteure mehrfach am Berliner Schlussmann Lasse Ludwig.

Kurz vor der Pause bot sich Berlin sogar die Chance auf 18:12 davonzuziehen, doch Welthandballer Mathias Gidsel traf nur die Latte. Im direkten Gegenzug setzte Rudeck mit einem präzisen Wurf über das gesamte Feld Aron Seesing in Szene, der zum 13:17-Halbzeitstand einnetzte. Das Tor fiel so spät, dass der Videobeweis bemüht werden musste – mit positivem Ausgang für die Gastgeber.

Sechs Tore in Serie bringen die Halle zum Beben

Den psychologischen Vorteil aus dem späten Treffer konnten die Bergischen zunächst nicht nutzen. Berlin zog nach Wiederbeginn auf 25:17 davon und schien alles im Griff zu haben. Doch der BHC zeigte Moral.

Tomas Babak, Becher, Steinhaus, Noah Beyer per Siebenmeter sowie zweimal Kim Voss-Fels mit wuchtigen Rückraumtreffern sorgten für sechs Tore in Folge. Plötzlich stand es nur noch 23:25, die Halle kochte, die Abwehr um Rudeck zwang die Füchse in lange Angriffe.

Noch näher hätte der BHC herankommen können, doch zwei Ballverluste in dieser Drangphase verhinderten möglicherweise den kompletten Anschluss. „Vielleicht hätten wir Berlin da noch mehr unter Druck setzen können“, haderte Trainer Markus Pütz später.

Meister spielt seine Routine aus

Die Füchse reagierten abgeklärt. Tim Freihöfer beendete die kurze Berliner Torflaute, Lasse Andersson legte nach. Während der BHC nun wieder kleinere Fehler einstreute und beste Möglichkeiten ungenutzt ließ, nutzten die Gäste ihre Chancen konsequent.

„Wenn sie ein Tor brauchen, kriegen sie das“, stellte Pütz anerkennend fest. In der Schlussphase glitt den Löwen die Partie endgültig aus der Hand, sodass das Ergebnis mit 35:28 deutlicher ausfiel, als es der Spielverlauf über weite Strecken widerspiegelte.

Stimmen zum Spiel

Füchse-Trainer Nicolej Krickau zeigte sich zufrieden: „Wir mussten 60 Minuten konzentriert bleiben, um dieses Spiel zu entscheiden. Das haben wir fast geschafft. Die zwei Punkte beim BHC sind nicht selbstverständlich.“

BHC-Trainer Markus Pütz sprach trotz der Niederlage von einem Schritt nach vorn: „Gerade die Phase vom 17:25 zum 23:25 zeigt unser Kämpferherz. Minus sieben ist aber zu viel – da müssen wir uns an die eigene Nase fassen.“

Auch Fabian Gutbrod sah Fortschritte: „In irgendeinem Bereich fehlt uns noch das Überdurchschnittliche, um Berlin ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Dennoch war es nach Eisenach ein Schritt in die richtige Richtung.“

Für den Bergischen HC gilt es nun, die positiven Ansätze mitzunehmen. Schon in der kommenden Trainingswoche will sich das Team den letzten Feinschliff holen – um im nächsten Heimspiel wieder voll anzugreifen.

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