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PolitikSolinger GRÜNE fordern mehr Hilfe für ukrainische Kriegskinder

Solinger GRÜNE fordern mehr Hilfe für ukrainische Kriegskinder

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Solingen – Vier Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fordern die Solinger Grünen eine stärkere Unterstützung für ukrainische Kinder. Angesichts anhaltender Kämpfe, zerstörter Infrastruktur und millionenfacher Vertreibung müsse das Leid der jüngsten Kriegsopfer stärker in den Mittelpunkt der deutschen und europäischen Politik rücken.

Millionen Kinder auf der Flucht

Der Überfall russischer Truppen auf die Ukraine am 24. Februar 2022 markierte eine Zäsur für Europa. Nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF sind seitdem mehr als zwei Millionen Kinder aus der Ukraine ins Ausland geflohen. Rund drei Millionen weitere Minderjährige gelten als Binnenvertriebene innerhalb des Landes. Viele von ihnen leiden unter schweren Traumata, eingeschränktem Zugang zu Bildung sowie unzureichender medizinischer Versorgung.

„Die internationale Gemeinschaft darf nicht zulassen, dass eine ganze Generation ihre Kindheit im Schatten des Krieges verbringt“, erklärt Emily Staszel, Sprecherin des Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen in Solingen. Deutschland und Europa müssten ihrer Verantwortung gerecht werden – unter anderem durch sichere Aufnahmemöglichkeiten, psychologische Betreuung und gezielte Bildungsförderung.

Forderung nach besserer Integration

Auch ihr Co-Sprecher Martin Münter sieht Handlungsbedarf. Die bisherigen Hilfsmaßnahmen seien zwar wichtig, reichten jedoch nicht aus. Er fordert eine unbürokratische Anerkennung ukrainischer Schulabschlüsse sowie eine verlässliche Finanzierung von Sprach- und Integrationskursen. Gleichzeitig dürfe die militärische Unterstützung der Ukraine nicht nachlassen. Nur so könne langfristig eine sichere Rückkehr in die Heimat ermöglicht werden.

Europa in der Verantwortung

Mit Blick auf die internationale Lage betonen die Grünen zudem die Rolle Europas. Angesichts einer zunehmend instabilen Weltordnung müsse die Europäische Union geschlossen handeln. Der Krieg in der Ukraine sei nicht nur ein Angriff auf die territoriale Integrität des Landes, sondern auch „ein Angriff auf die Zukunft aller Kinder“, so Staszel und Münter.

Trotz der aktuell notwendigen militärischen Unterstützung dürften zivile Konfliktlösungen nicht aus dem Blick geraten. Langfristig gehe es darum, Perspektiven für eine friedliche Zukunft zu schaffen. „Es ist unsere Pflicht, Kindern Hoffnung zu geben“, erklären die beiden Sprecher.

Vier Jahre nach Kriegsbeginn bleibt damit nicht nur die militärische Lage angespannt – auch die humanitären Herausforderungen sind weiterhin enorm. Die Forderung der Grünen: Europa dürfe beim Schutz und bei der Förderung ukrainischer Kinder nicht nachlassen.

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