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Solingen48 Stunden Stillstand im Nahverkehr: Warnstreik im ÖPNV legt am Freitag und...

48 Stunden Stillstand im Nahverkehr: Warnstreik im ÖPNV legt am Freitag und Samstag die Klingenstadt lahm

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Solingen – Die Klingenstadt und auch zahlreiche weitere Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen stehen erneut vor erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr: Für Freitag und Samstag, 27. und 28. Februar, ist bei der Stadtwerke Solingen GmbH, Sparte Mobil, ein 48-stündiger Warnstreik angekündigt. Von Dienstbeginn am Freitagmorgen bis zum Dienstende am Samstag sollen die Busse komplett stillstehen.

Symbolfoto: L. Schulz

Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen (TV-N NW). In der zweiten Verhandlungsrunde am 21. Januar haben die Arbeitgeber nach Gewerkschaftsangaben kein Angebot vorgelegt. Die Forderungen der Arbeitnehmerseite seien nicht berücksichtigt worden. Nun soll mit dem zweitägigen Warnstreik der Druck erhöht werden.

Forderungen im Überblick

Die Gewerkschaft verlangt unter anderem:

  • eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich,
  • eine Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Schichten,
  • einen Sonntagszuschlag in Höhe von 40 Prozent,
  • eine Ausweitung der Freistellung für Gewerkschaftsarbeit auf acht Tage,
  • die Einbeziehung von kurzfristig Beschäftigten und Minijobbern in den Tarifbereich,
  • sowie eine Laufzeit des Tarifvertrags von 24 Monaten.

„Schon wieder wird gestreikt“

Für viele Solingerinnen und Solinger ist die erneute Arbeitsniederlegung eine weitere Belastungsprobe. Pendler, Berufstätige und insbesondere Schülerinnen und Schüler müssen sich für gleich zwei Tage in Folge auf massive Einschränkungen einstellen. Ersatzverbindungen sind erfahrungsgemäß nur sehr eingeschränkt verfügbar.

Bild: SNKI

In einer Zeit, in der viele Menschen ohnehin unter steigenden Kosten und wachsendem Alltagsdruck stehen, stößt ein 48-stündiger Warnstreik bei nicht wenigen auf Unverständnis. „Schon wieder wird gestreikt“ – dieser Eindruck macht sich zunehmend breit. Die Belastungsgrenzen vieler Bürgerinnen und Bürger in der Klingenstadt dürften inzwischen erreicht sein.

Gleichzeitig betonen Arbeitnehmervertreter die hohe Arbeitsbelastung im Nahverkehr. Personalmangel, unregelmäßige Schichtdienste und zunehmender Druck im Betriebsalltag machten Verbesserungen aus ihrer Sicht dringend erforderlich.

Ob es bei den 48 Stunden bleibt oder weitere Streiktage folgen, hängt vom Verlauf der nächsten Verhandlungen ab. Für Solingen bedeutet das zunächst vor allem eines: umplanen – und hoffen, dass sich die Tarifparteien bald einigen.

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