solingen – Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine blickt die Initiative „Solingen hilft“ auf zahlreiche Hilfseinsätze zurück. Seit Beginn des Krieges organisiert das Team aus Solingen regelmäßig Transporte in die Ukraine. Am vergangenen Wochenende kehrte der 34. Transportwagen in die Klingenstadt zurück.
Der Krieg, den Russlands Präsident Wladimir Putin im Februar 2022 begonnen hatte, dauert inzwischen im vierten Winter an. Besonders stark betroffen ist nach Angaben von Hilfsorganisationen derzeit die Energie- und Versorgungsinfrastruktur. In vielen Regionen kommt es immer wieder zu Stromausfällen. Auch die Wärmeversorgung ist eingeschränkt. Drohnenangriffe belasten die Bevölkerung zusätzlich. Unterricht findet mancherorts weiterhin in unterirdischen Schutzräumen statt.
„Solingen hilft“ organisiert mehrmals im Jahr Transporte mit Hilfsgütern. Nach Angaben der Initiative liegen die Kosten pro Fahrt zwischen 35.000 und 40.000 Euro. Finanziert werden die Lieferungen ausschließlich durch Spenden.
Ende September 2025 sowie im Februar 2026 brachte ein Team um Konstantin Gorbatsch medizinische Hilfsgüter im Wert von jeweils über 30.000 Euro in ukrainische Kliniken. Die Einrichtungen übermitteln vorab konkrete Bedarfslisten, auf deren Grundlage Medikamente und Material beschafft werden. Unter anderem erhielt ein Kinderkrankenhaus in Saporischschja dringend benötigte Arzneimittel für schwer erkrankte Kinder. Nach Angaben der Organisatoren vergehen zwischen Bestellung und Übergabe der Hilfsgüter nur wenige Tage.
Beim jüngsten Transport befanden sich außerdem mehrere Diesel- und Benzingeneratoren an Bord. Sie sollen in den Wintermonaten die Strom- und Wärmeversorgung absichern.
Konstantin Gorbatsch erklärte, auch im Westen sei nach vier Jahren Krieg eine gewisse Erschöpfung spürbar. Gleichzeitig verwies er auf die anhaltende Unterstützung durch Spenderinnen und Spender aus Solingen. Die Initiative kündigte an, ihre Hilfsaktionen fortzusetzen.








