Solingen – Forschende Neugier, kreative Ideen und eine spürbare Aufbruchsstimmung prägten den 30. Regionalwettbewerb von Jugend forscht in der Alten Maschinenhalle auf dem Innovation.Campus. 45 Schülerinnen und Schüler präsentierten insgesamt 25 Projekte – mit dem klaren Ziel, sich für den Landeswettbewerb an der Ruhr-Universität Bochum zu qualifizieren.
Unter dem diesjährigen Motto „Maximale Perspektive“ stellten die Nachwuchstalente ihre Arbeiten einer unabhängigen Fachjury vor. Die Erstplatzierten vertreten die Region vom 17. bis 19. März 2026 beim Landesentscheid in Bochum.
Von Algen bis Alltagsprodukten: Forschung mit Relevanz
Die thematische Bandbreite war beeindruckend. Nachhaltige Alltagsprodukte, Energiegewinnung und Umweltfragen standen ebenso im Fokus wie gesellschaftliche Herausforderungen.
So untersuchten die junge Forscher im Projekt „Carbon capture (Algen)“, wie sich Algen gezielt zur CO₂-Bindung einsetzen lassen. Andere gingen der Frage nach, ob als kompostierbar beworbene Produkte tatsächlich biologisch abbaubar sind („Biologisch abbaubar – nur ein Werbeversprechen?“).
Die Vielfalt der Fragestellungen verdeutlicht das hohe wissenschaftliche Niveau und das Engagement der Jugendlichen in der Region.
Regionalsieger aus Solingen und Remscheid
Besonders erfolgreich schnitten Projekte aus Solingen und Remscheid ab.
Im Fachgebiet Arbeitswelt überzeugte das Projekt „Demenz gemeinsam meistern“ von der Friedrich-Albert-Lange-Schule Solingen. In der Biologie setzte sich das Team mit „Optimales Wurzelwachstum mit dem Mykorrhiza 3.0“ durch.
Den ersten Platz im Fach Physik gewann das Projekt „Warum passieren Bergstürze?“ vom Deutsches Röntgenmuseum.
Im Bereich Chemie wurden gleich zwei Projekte ausgezeichnet: „Auf einen Wisch – umweltfreundliche Glasreiniger selbst gemacht“ sowie „Biologisch abbaubar – nur ein Werbeversprechen?“ vom Humboldtgymnasium Solingen. Zusätzlich vergab die Jury zahlreiche Sonderpreise.
„Die Atmosphäre, die Gespräche und vor allem die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, sagte Dr. Frank Zuther. Das offene und neugierige Miteinander sei es, was Jugend forscht ausmache.
Mitreißende Science Show sorgt für Staunen
Während die Jury beriet, bot eine Science Show von CHECK! Schülerforschungszentrum Solingen in Kooperation mit der Junior Uni Wuppertal spannende Unterhaltung.
Chris Heintz von der Junior Uni und Hendrik Fischer von „Ichmachchemie“ präsentierten Experimente, die bei vielen Kindern und Jugendlichen für staunende Augen sorgten. Fischer vermittelt diese Inhalte auch als Dozent im CHECK!-Schülerforschungszentrum. Dort können neben seinem Fortgeschrittenenkurs weitere kostenfreie MINT-Kurse gebucht werden.
Prominente Unterstützung und langjähriges Engagement
Die Feierstunde eröffnete Achim Willke, Patenbeauftragter von Solingen.Business. Er zeigte sich beeindruckt von der Leidenschaft und dem Fachwissen der jungen Forschenden: „Diese Begeisterung steckt an und macht große Hoffnung.“
Auch Oberbürgermeister Daniel Flemm richtete nach seinem Rundgang durch die Ausstellung ein Grußwort an die Teilnehmer. Die Ehrung der Preisträgerinnen und Preisträger übernahm Wettbewerbsleiter Sascha Bergfeld.

Ein besonderer Dank galt Simone Ohliger, die den Regionalwettbewerb seit vielen Jahren begleitet und ihn nun bereits zum 30. Mal mitgestaltet hat.
Starke Partner für starke Talente
Unterstützt wurde der Wettbewerb von der fourtexx GmbH, der Stadt-Sparkasse Solingen, der FGW Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe, der Walbusch-Gruppe, der item Industrietechnik GmbH sowie der Egon Evertz KG.
Das CHECK! Schülerforschungszentrum Solingen wurde 2022 ins Leben gerufen, um junge Menschen praxisnah und kostenfrei für Zukunftsthemen zu begeistern. Hinter dem Projekt stehen Solingen.Business und zahlreiche Partner aus Wirtschaft, Bildung und Forschung.
Bundesweit engagiert sich die Stiftung Jugend forscht e. V. für die Förderung junger Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Mit mehr als 120 Wettbewerben jährlich zählt Jugend forscht zu den wichtigsten Nachwuchsinitiativen im MINT-Bereich.
Der 30. Regionalwettbewerb in Solingen zeigte eindrucksvoll: Der Forschergeist der jungen Generation ist lebendig – und er hat Zukunft.








