Berlin – Das Auswärtiges Amt warnt eindringlich vor Reisen in zahlreiche Staaten und Gebiete des Nahen und Mittleren Ostens. Hintergrund ist eine dramatische Eskalation der Sicherheitslage nach gegenseitigen Luftangriffen zwischen Israel und Iran.
Gegenseitige Luftangriffe – weitere Eskalation erwartet
Am Morgen des 28. Februar 2026 begannen Israel und die USA mit Luftschlägen gegen Ziele im Iran. In der Folge kam es zu iranischen Gegenangriffen auf Israel sowie auf weitere Ziele in der Region. Nach Einschätzung der Bundesregierung muss mit weiteren militärischen Aktionen gerechnet werden.
Die Lufträume von Israel und Iran wurden umgehend gesperrt. Auch längerfristige Einschränkungen sind möglich. Zudem kann es jederzeit zur Schließung weiterer Lufträume in der Region kommen.Zahlreiche internationale Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen in betroffene Länder bereits eingestellt.
Reisewarnung für zahlreiche Staaten
Vor Reisen in folgende Staaten und Gebiete wird ausdrücklich gewarnt:
- Israel / Palästinensische Gebiete
- Libanon
- Jordanien
- Syrien
- Irak
- Iran
- Bahrain
- Kuwait
- Oman
- Vereinigte Arabische Emirate
- Saudi-Arabien
- Katar
- Jemen
Die angespannte Sicherheitslage betrifft damit weite Teile der Region.
Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Auch in den Vereinigte Arabische Emirate wurden die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärft. Die Behörden haben insbesondere rund um jüdische und israelische Einrichtungen zusätzliche Maßnahmen ergriffen.
Reisende werden aufgefordert, besondere Vorsicht walten zu lassen – vor allem an belebten Orten, bei Großveranstaltungen sowie in der Nähe potenziell sensibler Einrichtungen. Demonstrationen und größere Menschenansammlungen sollten weiträumig gemieden werden.
Verhaltensempfehlungen für Deutsche vor Ort
Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit in der Region aufhalten, sollten folgende Hinweise unbedingt beachten:
- Registrierung in der Krisenvorsorgeliste „ELEFAND“ des Auswärtigen Amts und regelmäßige Aktualisierung der Daten
- Warnungen vor Luftangriffen ernst nehmen und bei Alarm umgehend Schutzräume oder feste Gebäude aufsuchen; Abstand zu Fenstern halten
- Laufende Information über die aktuelle Lage in den Medien
- Anweisungen örtlicher Behörden und Sicherheitskräfte strikt befolgen
- Bei Fragen zu gebuchten Flügen Kontaktaufnahme mit Fluggesellschaft oder Reiseveranstalter
Zusätzlich wird empfohlen, die Hinweise der nationalen Krisenschutzbehörden – etwa der NCEMA (National Emergency Crisis and Disasters Management Authority) in den Vereinigten Arabischen Emiraten – aufmerksam zu verfolgen.
Unklare Entwicklung der Lage
Angesichts der militärischen Eskalation bleibt die Lage äußerst volatil. Weitere Einschränkungen im Flugverkehr sowie zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in verschiedenen Staaten der Region sind jederzeit möglich.
Das Auswärtige Amt betont, dass Reisende die bestehende Reisewarnung ernst nehmen und geplante Aufenthalte in der Region verschieben sollten.








