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Warnstreik im Nahverkehr: Busse und Straßenbahnen in Köln, Bonn und Monheim stehen am Freitag still

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Nordrhein-Westfalen – Pendler im Rheinland müssen sich am Freitag auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat für den 6. März zu einem ganztägigen Warnstreik bei mehreren kommunalen Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen aufgerufen. Betroffen sind die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), die Stadtwerke Bonn sowie die Bahnen der Stadt Monheim.

Nach Angaben der Gewerkschaft wird der Betrieb von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht vollständig eingestellt. Busse und Stadtbahnen der betroffenen Unternehmen bleiben an diesem Tag im Depot.


Pendler aus Solingen nach Köln besonders betroffen

Besonders spürbar dürften die Auswirkungen für Berufspendler aus Solingen sein, die täglich in Richtung Köln unterwegs sind. Viele von ihnen nutzen für den Weg in die Domstadt die Stadtbahnen und Busse der KVB, etwa für Anschlussfahrten innerhalb des Kölner Stadtgebiets. Fällt dieses Angebot aus, müssen Pendler deutlich längere Wege oder alternative Verkehrsmittel wie z.B. Taxis einplanen.

Nicht vom Streik betroffen sind hingegen S-Bahnen und Regionalzüge der Eisenbahnunternehmen. Auch der Schienenersatzverkehr auf derzeit wegen Bauarbeiten gesperrten Bahnstrecken soll planmäßig verkehren. Für Pendler aus Solingen bedeutet das, dass zumindest die überregionalen Bahn- bzw. Schienenersatzverbindungen weiterhin genutzt werden können.


Verhandlungen ohne Ergebnis

Der Arbeitskampf ist Teil der laufenden Tarifrunde für rund 30.000 Beschäftigte kommunaler Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft und dem Kommunaler Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) war am Dienstag in Bochum ohne Ergebnis beendet worden. Ein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite liegt nach Angaben der Gewerkschaft bislang nicht vor.

Stattdessen hätten die Arbeitgeber einen Katalog mit möglichen Verschlechterungen vorgelegt, etwa bei der Krankengeldregelung und bei Zuschlägen für Nachtarbeit.

„Unsere Forderungen liegen seit November auf dem Tisch“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Heinz Rech. Trotzdem gebe es bis heute kein verhandlungsfähiges Angebot. Die Arbeitgeber würden damit eine weitere Eskalation des Konflikts riskieren.


Forderungen nach Entlastung im Nahverkehr

Im Mittelpunkt der Gewerkschaftsforderungen steht eine Entlastung der Beschäftigten im Nahverkehr. Ver.di verlangt unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von derzeit 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich sowie Verbesserungen bei Schichtdiensten und Zuschlägen für Sonntagsarbeit.


Noch kein Streikaufruf für Solingen

Für die Klingenstadt selbst gibt es bislang noch keinen Streikaufruf der Gewerkschaft. Allerdings müsse während des laufenden Arbeitskampfes weiterhin damit gerechnet werden, dass auch dort Beschäftigte im Nahverkehr zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen werden.

Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass es in naher Zukunft auch in Solingen wieder zu Warnstreiks und möglicherweise auch zu längerfristigen Arbeitsniederlegungen kommen könnte.

Die Tarifverhandlungen sollen am 24. März in dritter Runde fortgesetzt werden. Bis dahin sind weitere Warnstreiks im nordrhein-westfälischen Nahverkehr nicht ausgeschlossen.

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