Solingen – Seit Beginn dieser Woche werden sukzessive alle Gasanschlussnutzer in der Klingenstadt mit einem Terminanschreiben kontaktiert. Damit beginnt die Erhebungsphase der Netze Solingen für die notwendige Umstellung von L- auf H-Gas.
Termine für Erhebung der Gasgeräte
Die Vor-Ort-Termine durch geschulte und von den Netzen Solingen beauftragte Monteure sollen von April bis Dezember stattfinden. Die eingesetzten Fachkräfte weisen sich entsprechend aus. Informationen dazu werden bereits mit den Terminanschreiben versendet, damit alle Haushalte sicher erkennen können, dass nur befugte Personen die Erhebungen durchführen.
„Sollte der Terminvorschlag im Anschreiben nicht passen, kann über einen QR-Code ein anderer Termin gebucht werden“, erläutert Projektleiter Jan Dönges. Wichtig ist, dass beim Termin der Zugang zu Gaszählern und Gasgeräten frei zugänglich ist.
Großes Infrastrukturprojekt der Gaswirtschaft
Seit 2015 beschäftigt die Erdgasumstellung Gaskunden und Netzbetreiber in ganz Deutschland. Grundsätzlich wird zwischen zwei Erdgasarten unterschieden: L-Gas und H-Gas. L-Gas hat einen niedrigeren Brennwert als H-Gas.
In den kommenden Jahren wird auch das Netzgebiet der Netze Solingen auf die Versorgung mit H-Gas umgestellt. Die Erdgasumstellung gilt als eines der größten Infrastrukturprojekte der deutschen Gaswirtschaft. Seit dem Projektstart im Jahr 2015 bis zum voraussichtlichen Projektende im Jahr 2029 werden deutschlandweit rund 4,5 Millionen Erdgaskunden betroffen sein.
Mehr als 40.000 Gasgeräte in Solingen
Bei der Umstellung auf eine neue Gasqualität müssen alle Gasgeräte in Haushalten, Betrieben und der Industrie zunächst erhoben und anschließend technisch angepasst werden. In Solingen betrifft das mehr als 40.000 Geräte.
Ein kleiner Teil davon wurde bereits umgestellt: In Solingen-Unterburg erfolgte die Umstellung im Jahr 2024. Im übrigen Solinger Stadtgebiet ist die Umstellung für das Jahr 2028 vorgesehen.
Netzbetreiber ist verantwortlich
Nach § 19a des Energiewirtschaftsgesetzes ist der jeweilige Netzbetreiber für die Umstellungsmaßnahmen zuständig. In Solingen übernimmt diese Aufgabe die SWS Netze Solingen GmbH.
Die Kosten für die Maßnahmen werden zunächst von den Netzen Solingen getragen und später über die Netzentgelte bundesweit auf alle Erdgaskunden verteilt. Sollten Reparaturen, Wartungen oder ein Austausch von Gasgeräten notwendig sein, müssen die jeweiligen Geräteeigentümer die dafür anfallenden Kosten übernehmen. Entsprechende Feststellungen sind ebenfalls Teil der Erhebung.
Grundlage für die Umstellung im Jahr 2028
Nach Abschluss der nun begonnenen Phase können die Netze Solingen für jedes einzelne Gasgerät auswerten, welche weiteren Maßnahmen in welchem Umfang notwendig sein werden. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um Solingen im Jahr 2028 vollständig auf die Versorgung mit H-Gas umzustellen. https://www.netze-solingen.de/erdgasumstellung.











