Austausch zwischen Profi- und Amateurvereinen
Solingen – Wie wirkt sich der Klimawandel auf den Sport aus – und welche Verantwortung können Sportvereine übernehmen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Vertreter von Profi- und Amateurvereinen bei der Veranstaltung „KlimaFit in Solingen – Impulse für starke Sportvereine“. Das Treffen fand am 24. Februar im Vereinsheim des Wald-Merscheider Turnvereins (WMTV) statt. Eingeladen hatten das Forum für soziale Innovation (FSI) und der Solinger Sportbund. Ziel der Veranstaltung war es, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für nachhaltiges Handeln im Sport zu geben.
Erfahrungen aus der Praxis
Zu den Referenten gehörten Matthias Mühlen, Direktor Nachhaltigkeit beim VfL Bochum, John Happ aus der Geschäftsführung des TSV Bayer 04 Leverkusen, Katrin Dültgen vom Merscheider Turnverein sowie Ralf Köcher, Nachhaltigkeitsbeauftragter des WMTV. Sie berichteten von Projekten und Maßnahmen, mit denen Vereine ökologische und soziale Nachhaltigkeit stärken können.
Die Möglichkeiten sind vielfältig: Dazu zählen etwa die Anreise zu Spielen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, insektenfreundliche Bepflanzung auf Sportplätzen oder Trikots aus recycelten Materialien. Auch Photovoltaikanlagen auf Vereinsheimen oder Becherpfandaktionen zugunsten sozialer Projekte wurden als Beispiele genannt.
Klimawandel bereits im Trainingsalltag spürbar
Trotz großer Unterschiede in der Größe der Vereine – von etwa 1.000 bis zu 32.000 Mitgliedern – waren sich alle Beteiligten einig, dass der Sport Verantwortung übernehmen muss. Die Folgen des Klimawandels seien bereits deutlich spürbar. So müssten Trainings- und Spielbetrieb immer häufiger wegen starker Hitze angepasst oder verschoben werden.
Christopher Winter, Geschäftsführer des Solinger Sportbundes, zog ein positives Fazit. „Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Sportvereine bereits mit kleineren Maßnahmen einen wichtigen Nachhaltigkeitsbeitrag leisten können“, betonte er und lobte zugleich das Engagement der Solinger Vereine.
Viele Impulse für die Vereinsarbeit
Die 16 Teilnehmer nahmen zahlreiche Anregungen für ihre eigene Vereinsarbeit mit. Eine wichtige Erkenntnis des Abends: Sowohl große als auch kleine Schritte können etwas bewirken. Entscheidend sei, überhaupt anzufangen, statt auf perfekte Lösungen zu warten. Zudem müsse Nachhaltigkeit im Verein schrittweise und realistisch entwickelt werden und Mitglieder sowie Fans auf diesem Weg einbezogen werden.
Projekt unterstützt Vereine bei Nachhaltigkeit
Sportvereine aus Solingen, die sich ebenfalls stärker mit Nachhaltigkeit beschäftigen möchten, können am Projekt „KlimaFit – Solinger Sport trifft Nachhaltigkeit“ teilnehmen. Dabei unterstützt das FSI Vereine unter anderem mit Nachhaltigkeitschecks, Handlungsempfehlungen, Referenten und finanzieller Unterstützung für Praxisprojekte. Ein weiterer Verein kann derzeit noch in den Prozess aufgenommen werden.











