Solingen – Insbesondere Pendler und und Schüler müssen sich am Dienstag, 10. März, auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di ruft u.a. die Beschäftigten der Stadtwerke Solingen zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Die Busse bleiben an diesem Tag in der Klingenstadt komplett im Depot stehen.
Der Ausstand gilt für den gesamten Betriebstag – vom Dienstbeginn am frühen Morgen bis zum Dienstende in der darauffolgenden Nacht.
Stillstand im Nahverkehr
Der Streik ist Teil einer größeren Warnstreikwelle im Rheinland. Neben Solingen sind auch Beschäftigte der Rheinbahn, von WSW mobil, der Stadtwerke Remscheid sowie der Wupsi zum Streik aufgerufen.
In der gesamten Region sollen Busse und Stadtbahnen im Depot bleiben. Nicht betroffen sind S-Bahnen und Regionalzüge.

Streit um Arbeitsbedingungen
Hintergrund ist die laufende Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr. Die zweite Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Kommunaler Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen war Anfang März ohne Ergebnis beendet worden. Ein Angebot der Arbeitgeber liege weiterhin nicht vor, kritisiert die Gewerkschaft.
Stattdessen hätten die Arbeitgeber Verschlechterungen etwa beim Krankengeld und bei Nachtzuschlägen ins Gespräch gebracht. ver.di fordert dagegen unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich sowie bessere Zuschläge für belastende Dienste.
Weitere Streiks möglich
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 24. März geplant. Bis dahin könnten weitere Warnstreiks folgen. Für Fahrgäste in Solingen heißt es zunächst: Am Dienstag müssen sie auf Auto, Fahrrad oder Bahn ausweichen.











