Langjähriges Engagement für Kirche und Menschen – Solinger Ärztin mit 82 Jahren verstorben
Solingen – Die Evangelische Kirche in Solingen trauert um Dr. Irmela Müller-Stöver. Die promovierte Medizinerin und langjährige engagierte Kirchenfrau ist am Mittwoch, 4. März 2026, im Alter von 82 Jahren gestorben. Über viele Jahrzehnte hinweg prägte sie das kirchliche Leben in Solingen und darüber hinaus.
Vier Jahrzehnte Verantwortung in der Kirche
Dr. Irmela Müller-Stöver engagierte sich über einen außergewöhnlich langen Zeitraum in verschiedenen kirchlichen Gremien. Von 1974 bis 2020 gehörte sie dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Solingen-Wald an. Parallel dazu war sie von 1980 bis 2020 Mitglied im Kreissynodalvorstand und damit an der Leitung des Evangelischen Kirchenkreises Solingen beteiligt.
Fast 40 Jahre lang, von 1981 bis 2020, vertrat sie den Kirchenkreis zudem als Delegierte auf der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Zwischen 1989 und 1997 gehörte sie außerdem der Kirchenleitung der rheinischen Kirche an und war Delegierte in der Synode der Evangelischen Kirche der Union. Acht Jahre lang wirkte sie zudem im Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen mit.
Ärztin mit Blick für die weltweite Kirche
Beruflich arbeitete Müller-Stöver viele Jahre als Ärztin in Solingen-Wald sowie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Ihr Engagement galt jedoch nicht nur der lokalen Gemeinde, sondern auch der weltweiten Kirche.
Von 1997 bis 2000 ließ sie ihre kirchlichen Ehrenämter ruhen, um als Entwicklungshelferin in Uganda zu arbeiten. Dafür gab sie ihre Praxis in Solingen auf, ließ sich zur Tropenmedizinerin weiterbilden und wurde vom Deutschen Entwicklungsdienst in das Kamuli-Mission-Hospital sowie in angeschlossene Gesundheitszentren entsandt.
Stark verwurzelt in der Walder Gemeinde
Trotz ihrer internationalen Tätigkeit blieb Müller-Stöver ihrer Heimatgemeinde eng verbunden. In der Walder Kirchengemeinde engagierte sie sich unter anderem im Frauenkreis und sang 50 Jahre lang in der Kantorei.
Auch mit dem Weltladen an der Walder Kirche war sie eng verbunden. Ihr Ernährungsprojekt „Eine Kuh für Kamuli“, das heute unter dem Namen „Bonna Basome e.V.“ weitergeführt wird, wird bis heute aus Erlösen des Weltladens unterstützt.
„Engagiert und dabei unaufgeregt“
Superintendentin Dr. Ilka Werner würdigt die Verstorbene als eine prägende Persönlichkeit: „Irmela Müller-Stöver war in unserer Kirche hochgeschätzt und lebte aus Überzeugung ihre Berufung zur Nächstenliebe als Christin und Ärztin. Ich habe sie als engagiert und zugleich unaufgeregt erlebt – leidenschaftlich, dabei nie verletzend und immer verlässlich.“
Auch Pfarrer Stefan Ziegenbalg, Vorsitzender des Walder Presbyteriums, hebt ihr Wirken hervor: „Unsere Kirchengemeinde hat ihrem verlässlichen Engagement viel zu verdanken. Dabei hat sie sich selbst nie in den Vordergrund gestellt.“
Trauerfeier am Freitag
Die Trauerfeier für Dr. Irmela Müller-Stöver findet am Freitag, 13. März, um 11.30 Uhr in der Evangelischen Kirche Wald statt. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Evangelischen Friedhof an der Wiedenkamper Straße.
Statt Blumen bittet die Familie um Spenden für den Verein „Bonna Basome e.V.“, der Projekte in Uganda unterstützt.











