Dies & DasVorstand des Fördervereins Notfallseelsorge Solingen im Amt bestätigt

Vorstand des Fördervereins Notfallseelsorge Solingen im Amt bestätigt

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Solingen – Der Vorstand des Fördervereins Notfallseelsorge Solingen bleibt für weitere zwei Jahre im Amt. Auf der Mitgliederversammlung Anfang März bestätigten die Mitglieder den bisherigen Vorsitzenden Stephan Kunze sowie seine Vorstandskollegen einstimmig in ihren Funktionen. Auch die zweite Vorsitzende Magda Becker und Schatzmeister Rainald Rasemann wurden ohne Gegenstimmen wiedergewählt.

Kunze, der bereits bei der Gründung des Vereins im Mai 2024 zum ersten Vorsitzenden gewählt worden war, hatte zuvor über die Arbeit und die finanzielle Entwicklung des Vereins berichtet. „Wir brauchen einen langen Atem“, betonte er mit Blick auf den weiteren Aufbau der Unterstützung für die Notfallseelsorge in Solingen.

Mehr als 53.000 Euro an Einnahmen

Im Jahr 2025 konnte der Förderverein Einnahmen von mehr als 53.000 Euro erzielen. Dazu trugen unter anderem Präsentationen bei stadtweiten Veranstaltungen wie dem Kinderfeuerwehrfest und dem Weihnachtsmarkt im Bethanien bei. Auch Vorträge bei Serviceclubs wie Rotary und Lions sowie Kollekten in Solinger Kirchengemeinden halfen, Mittel für die Arbeit der Notfallseelsorge einzuwerben. Erstmals erhielt der Verein zudem eine Geldauflage aus einem gerichtlichen Strafverfahren.

Den Einnahmen standen Ausgaben von fast 71.000 Euro gegenüber. Die Differenz wurde aus Rücklagen finanziert, die insbesondere für die Ausbildung neuer Ehrenamtlicher vorgesehen sind. Allein rund 3.000 Euro kostet die Ausbildung einer neuen Person für den Dienst in der Notfallseelsorge. Hinzu kommen Ausgaben für Ausrüstung, Koordination sowie Supervision und Nachbereitung der Einsätze.

Für das laufende Jahr setzt sich der Vorstand vor allem zwei Ziele: weitere Unternehmensspenden einzuwerben und die Zahl der Fördermitglieder zu erhöhen.

Feuerwehrchef dankt dem Seelsorgeteam

Im zweiten Teil der Versammlung informierte Solingens Feuerwehrchef Sebastian Wagner über die aktuelle Einsatzsituation der Feuerwehr und die Zusammenarbeit mit der Notfallseelsorge. Er dankte dem Team ausdrücklich für seinen Einsatz.

Wenn Feuerwehrkräfte nach einem Einsatz weiterfahren müssten, sei es für sie eine große Entlastung zu wissen, dass Angehörige und Betroffene von qualifizierten Seelsorgerinnen und Seelsorgern betreut werden. „Dann wissen sie, dass sie keine verzweifelten Angehörigen zurücklassen müssen“, sagte Wagner.

Besonders beeindruckt habe ihn, wie schnell bei schweren Ereignissen im Jahr 2024 zahlreiche Notfallseelsorgende alarmiert werden konnten und vor Ort bereitstanden.

Seit mehr als 30 Jahren Hilfe für die Seele

Der Förderverein unterstützt die Notfallseelsorge finanziell, damit sie trotz sinkender Kirchensteuermittel rund um die Uhr einsatzbereit bleiben kann. Seit mehr als 30 Jahren leisten die Notfallseelsorgenden in Solingen „Erste Hilfe für die Seele“.

Organisiert wird die Arbeit seit 1999 durch die Evangelische Kirche in Solingen mit Unterstützung der katholischen Kirche. Ob Betroffene einer Konfession angehören, spielt dabei keine Rolle – entscheidend ist allein, ob seelsorgliche Hilfe benötigt wird.

Aktuell engagieren sich rund 50 Menschen im Team der Notfallseelsorge, darunter evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer sowie ehrenamtliche Kräfte beider Konfessionen.

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