Dies & DasWarnstreik im ÖPNV: Am Donnerstag stehen erneut alle Busse in Solingen still

Warnstreik im ÖPNV: Am Donnerstag stehen erneut alle Busse in Solingen still

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Warnstreik im Nahverkehr legt den Busverkehr in der Klingenstadt komplett lahm. Auch in vielen weiteren Städten in NRW kommt es zu Ausfällen.

Solingen – In der Klingenstadt steht am Donnerstag (19. März) der Busverkehr still. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di werden an diesem Tag sämtliche Busse in Solingen nicht fahren. „In Solingen stehen am Donnerstag alle Busse still“, so Anja Schlosser von ver.di. Der Ausstand soll von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht dauern.

Landesweiter Aktionstag im Nahverkehr

Der Streik in Solingen ist Teil eines bundesweiten Aktionstags im öffentlichen Personennahverkehr. In zahlreichen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen wird ebenfalls gestreikt. Busse und Straßenbahnen sollen in vielen Regionen des Landes weitgehend nicht fahren.

Nicht betroffen von den Arbeitsniederlegungen sind dagegen S-Bahnen und Regionalzüge, da sie nicht Teil der laufenden Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr sind.

Werkstätten bereits am Mittwoch im Ausstand

Bereits am Mittwoch (18. März) ruft ver.di zu ersten Warnstreiks auf. Betroffen sind vor allem Beschäftigte in Werkstätten kommunaler Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Ob es dadurch aus zu Auswirkungen auf den Busverkehr in Solingen kommt steht derzeit noch nicht fest.

Die Arbeitsniederlegungen betreffen insbesondere Teams aus Fahrzeugtechnik und Instandhaltung, die für Wartung und Reparatur der Fahrzeuge zuständig sind und damit eine zentrale Rolle für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb spielen.

Tarifverhandlungen ohne Fortschritt

Die Gewerkschaft begründet die Streikmaßnahmen mit aus ihrer Sicht festgefahrenen Tarifverhandlungen. „Wir stehen in Nordrhein-Westfalen – nun bereits im dritten Monat dieser Tarifrunde – immer noch ohne spürbare Fortschritte da“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Heinz Rech.

Da die Arbeitgeberseite bislang kein ausreichendes Angebot vorgelegt habe, sei zusätzlicher Druck durch Arbeitsniederlegungen notwendig. Während in einzelnen Bundesländern bereits Einigungen erzielt worden seien, gebe es in Nordrhein-Westfalen auch nach zwei Verhandlungsrunden noch kein verhandlungsfähiges Angebot.

Forderung nach Entlastung der Beschäftigten

Von der Tarifrunde sind in Nordrhein-Westfalen mehr als 30.000 Beschäftigte aus rund 30 kommunalen Verkehrsunternehmen betroffen. ver.di verhandelt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) über Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.

Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Dazu gehören unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von derzeit 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich, Entlastungen bei Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit.

„Gelingt das nicht, ist der ÖPNV in NRW als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge gefährdet“, betonte Rech.

Nächste Verhandlungsrunde Ende März

Die Tarifverhandlungen sollen am 24. März in dritter Runde fortgesetzt werden. Bis dahin müssen sich Fahrgäste in Solingen und vielen weiteren Städten in Nordrhein-Westfalen zunächst auf einen weitgehend stillstehenden Nahverkehr einstellen.

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