Solingen – Der Monat März steht in Deutschland traditionell im Zeichen der Darmkrebsvorsorge – und das bereits zum 25. Mal. Unter dem bundesweiten Motto „Vorbeugen – früh erkennen – individuell behandeln“ beteiligt sich auch das Städtische Klinikum Solingen an der Aufklärungskampagne und setzt dabei auf den direkten Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern.
Am Mittwoch, 25. März, veranstaltet das zertifizierte Darmkrebszentrum des Klinikums eine Telefonhotline, bei der Interessierte ihre Fragen rund um Prävention, Früherkennung und moderne Behandlungsmöglichkeiten stellen können. In der Zeit von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr stehen gleich vier erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten persönlich zur Verfügung.
Zu den Ansprechpartnern zählen:
- Dr. med. Sascha Grzella, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Zentrumskoordinator des Darmkrebszentrums (Tel. 0152 22522899)
- Jurii Krasniuk, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie (Tel. 0173 7834279)
- Irini Nikolaidou, Oberärztin der Medizinischen Klinik I für Gastroenterologie (Tel. 0152 22522349)
- Tea Tsotsonava, leitende Oberärztin für Hämatoonkologie (Tel. 0152 22522627)
Die Expertinnen und Experten beantworten individuelle Fragen, geben Einschätzungen zu persönlichen Risikofaktoren und erläutern moderne Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
Darmkrebs bleibt eine ernste Volkskrankheit
Die Aktion hat einen ernsten Hintergrund: Darmkrebs zählt weltweit zu den zweithäufigsten Krebserkrankungen. Auch in Deutschland ist die Krankheit weit verbreitet. Jährlich erkranken rund 60.000 Menschen neu, etwa 25.000 sterben daran. Besonders betroffen sind Menschen über 50 Jahre – grundsätzlich kann die Erkrankung jedoch in jedem Alter auftreten.
Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören eine unausgewogene Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel sowie der Konsum von Nikotin und Alkohol. Auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sowie eine familiäre Vorbelastung erhöhen das Risiko.
Früherkennung kann Leben retten
Ein zentraler Baustein im Kampf gegen Darmkrebs ist die Vorsorge. In Deutschland stehen dafür unter anderem der Stuhltest auf verborgenes Blut (iFOBT) sowie die Darmspiegelung (Koloskopie) zur Verfügung. Letztere gilt als Goldstandard, da sie nicht nur der Diagnose dient, sondern auch die Entfernung von Vorstufen – sogenannten Polypen – ermöglicht.
Gesetzlich Versicherte haben ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, bei erhöhtem Risiko auch früher.
Mit der Telefonaktion möchte das Klinikum Solingen Hemmschwellen abbauen, informieren und dazu ermutigen, Vorsorgeangebote wahrzunehmen. Denn: Früh erkannt, ist Darmkrebs in vielen Fällen gut behandelbar – und oft sogar heilbar.











